Amtliche Warnung vor Glätte im Landkreis Stade - Viele Unfälle
Stau auf der A26-Abfahrt Stade-Ost. Am Montagmorgen war es wegen Glätte zu Problemen gekommen. Foto: Vasel
Am Dienstagmorgen ist im Landkreis Stade Vorsicht geboten. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glätte und Frost. Auf den Straßen kam es bereits zu einigen Unfällen.
Landkreis. Der DWD gibt für den Kreis Stade eine amtliche Frost- und Glättewarnung heraus. Beide gelten bis Dienstag (27. Januar), 11 Uhr. Die Meteorologen raten allen Verkehrsteilnehmern, bei Glättegefahr ihr Verhalten auf den Straßen an die Witterungsbedingungen anzupassen.
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Wetteraussichten im Kreis Stade
Die Temperaturen liegen am Dienstag bei maximal 1 Grad. Es bleibt bis in die Nacht zum Mittwoch überwiegend bewölkt und trocken. Bei bis zu minus 3 Grad kommt es zu leichtem Frost. Auch am Mittwoch bleibt es bewölkt. Die Maximalwerte liegen bei 0 bis 1 Grad.
Auch am Donnerstag bleibt es kalt., die Temperaturen halten sich bei 0 Grad. Es ist erneut leichter Schneefall möglich.
Witterungsbedingte Unfälle halten Polizei Stade auf Trab
Bereits am Montag hatten Fahrer, Reisende und Fußgänger mit den Folgen von Schnee und Eisregen zu kämpfen. Wie Polizeisprecher Rainer Bohmbach am Montagnachmittag mitteilt, kam es aufgrund der Witterung zu mehreren Verkehrsunfällen im Landkreis. Verletzt wurde den Angaben nach niemand.
Um 6.20 Uhr rutsche ein Autofahrer in einer Rechtskurve in Neuenkirchen in den Gegenverkehr und stieß dort mit einem anderen Auto zusammen.
Gegen 7 Uhr kam fast an der gleichen Stelle eine Autofahrerin aus Richtung Steinkirchen und wollte in Richtung Horneburg fahren. Dabei geriet sie ins Rutschen, kam ebenfalls von der Fahrbahn ab und geriet in den Gegenverkehr.
Um 7.05 Uhr war ein Autofahrer auf der Kreisstraße 40 aus Rübke kommend in Richtung Buxtehude unterwegs. In einer Rechtskurve kam der Autofahrer dann von der Fahrbahn ab und landete im Seitengraben.
Um 7.50 Uhr war ein Autofahrer gerade von der A26-Abfahrt Stade-Ost abgefahren und musste nun warten, um anschließend nach rechts auf die Landesstraße 111 aufzufahren. Ein hinter ihm fahrender Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf.
Um kurz vor 8 Uhr war ein Autofahrer auf der Apensener Straße in Buxtehude stadtauswärts unterwegs. In Höhe der Berliner Straße musste ein vor ihm fahrender Autofahrer warten, und er konnte sein Auto nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und fuhr auf diesen auf.
Gegen 8.15 Uhr wurde der Polizei auf der Buxtehuder Straße in Jork ein Auto im Graben gemeldet. Der Fahrer, der noch vor Ort war, wartete bereits auf den Abschleppdienst. Er war vorher aufgrund der Glätte von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gerutscht.
In Kutenholz rutsche gegen 8.25 Uhr eine VW-Fahrerin auf den vor ihr fahrenden Mercedes-Sprinter.
Um 8.40 Uhr war ein Autofahrer auf der Autobahn 26 in Richtung Hamburg unterwegs. Er musste verkehrsbedingt bremsen, verlor auf der winterglatten Straße die Kontrolle über sein Auto und kollidierte schließlich mit der rechten Schutzplanke.
Am Nachmittag war in Oldendorf-Timmerlade ein 21-Jähriger aus Bargstedt mit seinem Citroën auf schneeglatter Fahrbahn in Schleudern geraten, von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der 21-Jährige wurde leicht verletzt, die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf circa 5000 Euro.
Zudem kam es in Engelschoff auf der Hauptstraße zu einem Auffahrunfall. Ein 37-jähriger Stader woltle mit seinem Ford Fiesta nach links abbiegen, musste allerdings warten. Ein hinter ihm fahrender 19-jähriger konnte seinen Skoda nicht rechtzeitig abbremsen und fuhr auf den Ford des 37-Jährigen auf.
Der 19-Jährige verletzte sich bei dem Unfall leicht, der 37-Jährige blieb unverletzt und konnte sein Fahrzeug selbstständig verlassen. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf circa 8000 Euro.
Ein Mensch nach Unfall im Kreis Cuxhaven verletzt
Auch im Kreis Cuxhaven kam es am Montagmorgen zu einigen wetterbedingten Verkehrsunfällen. Zum Glück handelte es sich vorwiegend um Blechschäden. Mehrere Unfälle ereigneten sich auf der Autobahn 27 zwischen den Anschlussstellen Schwanewede und Bremen-Ihlpohl, in beide Fahrtrichtungen.
Bei einem dieser Unfälle wurde eine Person leicht verletzt, sagt Polizeisprecher Carsten Bode. Da der Schneefall zurzeit noch anhält, mahnt die Polizei zu vorsichtiger Fahrweise, um weitere Unfälle zu vermeiden.
Landkreis Stade warnt vor Falschmeldungen über Schulausfall
Die Schule fällt wegen des Winterwetters nur dann aus, wenn der Landkreis Stade offiziell über Radio, Internet, seine Social-Media-Kanäle und die App informiert. Am vergangenen Wochenende kursierte eine falsche Pressemitteilung im Landkreis, nach der am heutigen Montag der Unterricht abgesagt sei.

Immer wieder kursieren in den Sozialen Medien und Whatsapp-Gruppen Falschmeldungen zum Schulausfall. Der Landkreis Stade möchte Eltern dafür sensibilisieren (Symbolbild). Foto: dpa
Das sei nicht korrekt gewesen, informierte der Kreis. Eltern sollten sich dabei nicht von Falschnachrichten in die Irre führen lassen. Solche Falschmeldungen zu einem angeblichen Unterrichtsausfall kursierten Mitte Januar auch in verschiedenen Eltern-Whatsapp-Gruppen in Wilhelmshaven.
Kreisweiter Schulausfall kommt selten vor
Aus Sicherheitsgründen musste die Schule in diesem Jahr im Landkreis Stade bereits an zwei Tagen ausfallen. Trotz eines Unterrichtsausfalls stellen die Schulen eine Betreuung für Schülerinnen und Schüler sicher, die nicht zu Hause bleiben können. Außerdem können Erziehungsberechtigte im Einzelfall auch selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zu Hause behalten. Dies gilt für den Primarbereich ebenso wie für den Sekundarbereich I.
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Ein kreisweiter Schulausfall komme selten vor. Nur wenn eine unzumutbare Gefährdung durch Glatteis, Schneefall oder Sturm vorliegt und dadurch der Schulweg nicht sicher zurückgelegt werden kann, werde der Ausfall angeordnet. (tom/set/dpa)
Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde um 8.25 Uhr aktualisiert.
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