AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Computer

Google-Chef für globales KI-Regelwerk

Sundar Pichai begrüßt das geplante KI-Gesetz der Europäischen Union.

Sundar Pichai begrüßt das geplante KI-Gesetz der Europäischen Union. Foto: Christoph Soeder/dpa

Sein Konzern ist Treiber wie Profiteur von Künstlicher Intelligenz. Google-Chef Sundar Pichai hält das in Europa angestrebte Regelwerk für gelungen. Es reiche aber nicht aus.

Von dpa 24.02.2024, 03:40 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

München. Der Vorstandschef des Google-Mutterkonzerns Alphabet, Sundar Pichai, hält ein weltweites Regelwerk für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für notwendig. „Wir brauchen internationale Regeln für die künstliche Intelligenz. Deshalb sollten wir über ein transatlantisches Rahmenwerk nachdenken, oder noch besser: ein globales Rahmenwerk“, sagte Pichai der „Süddeutschen Zeitung“.

Lob für KI-Gesetz der EU

Der Unternehmenschef begrüßte das geplante KI-Gesetz der Europäischen Union. „Der AI Act schafft in seiner jetzigen Form ein gutes Gleichgewicht zwischen Innovation und verantwortungsvollen Schutzmaßnahmen. Dieses Gleichgewicht sollte auf dem Weg durch den weiteren Gesetzgebungsprozess bewahrt bleiben“, sagte Pichai.

Unterhändler vom Europaparlament und EU-Länder hatten sich im Dezember nach langen Verhandlungen auf eine Regulierung von KI geeinigt. Anfang Februar stimmten auch Vertreter der EU-Staaten dem Vorschlag zu. Nun fehlt noch die Billigung des EU-Parlaments.

Verschiedene Risikogruppen für KI-Systeme

Künftig sollen KI-Systeme in verschiedene Risikogruppen eingeteilt werden. Je höher die potenziellen Gefahren einer Anwendung sind, desto höher sollen die Anforderungen sein. Die Hoffnung ist, dass die Regeln weltweit Nachahmer finden.

Auf die Frage, ob nicht viele Arbeitsplätze durch Künstliche Intelligenz verschwinden werden, antwortete Pichai: „Zunächst einmal glaube ich, dass künstliche Intelligenz neue Arbeitsplätze schaffen wird.“ So werde man zum Beispiel Menschen brauchen, „die den großen Sprachmodellen die richtigen Fragen stellen.

Es wird eine ganz neue Art von Berufen entstehen. Aber natürlich werden auch bestimmte Arbeitsplätze verdrängt. Deshalb müssen wir als Gesellschaft an der Qualifizierung arbeiten und sicherstellen, dass wir Menschen bei Bedarf umschulen. Wir müssen Sicherheitsnetze einrichten.“

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Was bei VW am Freitag besprochen wird

Bei Volkswagen wird noch gar nicht verhandelt, doch der Konflikt gewinnt bereits an Schärfe. Am Freitag sitzen sich Unternehmen und Arbeitnehmer wieder gegenüber. Worum es geht - und worum nicht.

Schlichtung bei Lufthansa ohne Einigung beendet

Die Schlichtung zwischen Lufthansa und ihren Piloten ist gescheitert – doch erneute Streiks drohen vorerst nicht. Hinter verschlossenen Türen läuft ein zweiter Versuch zu einer umfassenden Einigung.

Microsoft wirbt um Vertrauen deutscher Kunden

Ob Word, Outlook oder Copilot, Anwendungen der US-Firma Microsoft sind stark präsent im Alltag. Vielleicht zu stark? In Köln lud die Firma zu einem Werbeevent, auch um solche Sorgenfalten zu glätten.