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„Frauenfeinde“

Hamburger CDU-Büro mit Anti-Merz-Parole beschmiert

Unbekannte haben Parolen an ein CDU-Büro in Hamburg-Wandsbek geschmiert.

Unbekannte haben Parolen an ein CDU-Büro in Hamburg-Wandsbek geschmiert. Foto: Christian Charisius/dpa

Ein CDU-Büro in Hamburg-Wandsbek wird zum Ziel eines Farbanschlags. Die Tat richtete sich anscheinend gegen den Kanzlerkandidaten.

Von dpa Mittwoch, 15.01.2025, 16:20 Uhr

Hamburg. Unbekannte haben ein CDU-Büro in Hamburg-Wandsbek mit roter und schwarzer Farbe beschmiert. An das Gebäude, in dem sowohl der Kreisverband als auch die Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann ihre Büros haben, waren die Parolen „CDU = Frauenfeinde“ sowie „Patriarchat & Kapital ausMERZEN“ zu lesen. Der Eingang wurde mit hellroter Farbe beschmiert. Ein Sprecher der Hamburger Polizei sagte, der Staatsschutz ermittle wegen Sachbeschädigung. Die Tat sei in der Nacht verübt worden.

CDU-Landeschef: „Angriff auf demokratische Werte“

Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Dennis Thering erklärte auf der Plattform X, der Farbanschlag sei vollkommen inakzeptabel. „Solche Taten sind ein Angriff auf die demokratischen Werte und den politischen Diskurs, den wir in unserer Gesellschaft pflegen.“ Er verurteile „diese feige Attacke auf das Schärfste“. 

Abgeordnete: „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Hoppermann geht davon aus, dass linke Gruppierungen hinter dem Anschlag stecken. Zu den Parolen sagte sie: „Das zeigt, dass man sich nicht damit beschäftigt hat, wer da eigentlich von uns ist.“ Die Hamburger CDU sei paritätisch von Männern und Frauen geführt. Auch die Wandsbeker Bezirksfraktion werde von einer Frau geführt. Auf X schrieb Hoppermann: „Gewalt hat nichts in der politischen Auseinandersetzung zu suchen. Wir lassen uns nicht unterkriegen!“

CDU-Chef Friedrich Merz hatte am vergangenen Wochenende an einer Klausur des Bundesvorstandes seiner Partei in Hamburg teilgenommen. Die rote Farbe am Eingang des Parteibüros wurde am Mittwoch wieder entfernt. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung über den Farbanschlag berichtet.

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