Hamburger Filmfest steht in den Startlöchern
Ein Mann geht auf dem roten Teppich am Logo mit der Aufschrift «Filmfest Hamburg» vorbei. Foto: Georg Wendt/dpa
Die Macher des Hamburger Filmfestes haben bei der Auswahl ihrer Produktionen für das zehntägige Programm erneut ein gutes Näschen bewiesen. Insgesamt stehen Kinofans in den fünf Festivalkinos 110 Langfilme aus 57 Ländern zur Auswahl.
Unter anderem werden die in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Buchverfilmung „Happening“, der Locarno-Gewinnerfilm „Die Rache ist mein, alle anderen zahlen bar“ sowie der Cannes-Jury-Preis-Gewinner „Große Freiheit“ gezeigt, wie das Filmfest in Hamburg mitteilte.
Eröffnet wird das 29. Filmfest Hamburg mit dem Film „Große Freiheit“ von Sebastian Meise – einer anspruchsvollen, deutschsprachigen Produktion, die die Kriminalisierung Homosexueller im Nachkriegsdeutschland beleuchtet. Auch dieser Film lief in Cannes, wo er seine Weltpremiere feierte.
Insgesamt stehen Kinofans in den fünf Festivalkinos 110 Langfilme aus 57 Ländern zur Auswahl. Abschlussfilm ist den Angaben zufolge Jacques Audiards Liebesreigen „Wo in Paris die Sonne aufgeht“ über Lebens- und Liebesentwürfe von vier jungen Menschen in Paris.
Es gelten die 3G-Regeln
Einen Tag nach dem Start des Filmfestes Hamburg kommen übrigens auch die jüngeren Filmfans auf ihre Kosten. Dann startet nämlich das Michel Kinder- und Jugend Filmfest mit dem Film „Willi und die Wunderkröte“.
Die Kinos werden während des Festivals im Schachbrettmuster belegt. Wer in den Saal möchte, muss gegen das Coronavirus geimpft, getestet oder genesen sein. Filmstreams wird es nicht geben. Lediglich Branchenveranstaltungen und aufgezeichnete Werksgespräche wird es online geben. Das Festival kostet rund 1,2 Millionen Euro, rund 850.000 Euro davon übernimmt die Stadt.
Auf dem roten Teppich werden an den zehn Tagen viele Regisseure und Schauspieler erwartet. Unter anderem hat sich bereits der britische Regisseur und Schauspieler Kenneth Branagh angekündigt.