Wetter und Gesundheit

Hitze in Deutschland: Fällt heute der Juni-Rekord?

Am Freitag könnten es bis zu 40 Grad und mehr werden.

Am Freitag könnten es bis zu 40 Grad und mehr werden. Foto: Carsten Koall/dpa

Meteorologen rechnen damit, dass die historische 40-Grad-Marke schon bald geknackt wird - vielleicht sogar an mehreren Tagen nacheinander.

Von dpa 26.06.2026, 04:35 Uhr

Offenbach. Erstmals an einem Juni-Tag könnte heute die 40-Grad-Marke in Deutschland geknackt werden. Laut den Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind sogar Temperaturen bis zu 41 Grad möglich. Konkret deutet sich dies laut DWD-Angaben für den Oberrhein bis zum Rhein-Main-Gebiet an. 

Die bisher höchste gemessene Temperatur an einem Juni-Tag liegt bei 39,6 Grad und wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) registriert. Nur knapp darunter lag der Wert, der am Donnerstag im baden-württembergischen Waghäusel-Kirrlach gemessen wurde: Dort war es mit 39 Grad so heiß wie nirgendwo sonst in der Republik, wie eine Sprecherin des DWD am Abend mitteilte. Zudem war es der höchste Juni-Wert, der in Baden-Württemberg seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen wurde. Es handelt sich allerdings um einen vorläufigen Wert. 

Ein erster bundesweiter Rekord war zudem in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eingestellt worden: Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fiel die Temperatur im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern nicht unter 26,2 Grad. Damit war es die wärmste Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen. Bisheriger Rekordhalter war der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz, wo die Temperatur am 25. Juli 2019 ebenfalls nicht unter 26,2 Grad gesunken war. Ab einer Mindesttemperatur von 20 Grad spricht der Wetterdienst von einer Tropennacht.

Die Meteorologen rechnen damit, dass es an mehreren Tagen hintereinander Spitzenwerte von mehr als 40 Grad geben wird. Besonders hitzeempfindliche Menschen müssen daher auf sich aufpassen. Zumal es nicht nur tagsüber rekordverdächtig heiß wird, sondern auch nachts kaum Abkühlung gibt.

Extremhitze trifft die Schwächsten zuerst

Seit Tagen ächzt Deutschland unter einer Hitzewelle mit Temperaturen bis an die 40 Grad. Extreme Hitze wie in diesen Tagen ist im Zuge der Klimakrise hierzulande häufiger geworden – und dürfte noch weiter zunehmen. Zahlen des DWD belegen, dass die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland zugenommen hat. Trotz starker Schwankungen zwischen den Jahren sei der Trend insgesamt deutlich steigend, betont auch das Umweltbundesamt. Hitzewellen sind weltweit aufgrund des Klimawandels wahrscheinlicher und intensiver geworden.

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