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Iran-Krieg lässt Spritpreise steigen: So sparen Autofahrer Kraftstoff

Tanken ist wieder teurer geworden.

Tanken ist wieder teurer geworden. Foto: Peter Kneffel/dpa/dpa-tmn

Die Spritpreise sind wegen der Eskalation im Nahen Osten auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren geklettert. Mit einfachen Kniffen lässt sich der Verbrauch zumindest etwas senken.

Von dpa Dienstag, 03.03.2026, 07:05 Uhr

Der Iran-Krieg wirkt sich auch in Deutschland auf die Spritpreise aus. Feststeckende Öltransporte aus der wichtigen Förderregion am Persischen Golf lassen die Preise für Rohöl merklich steigen.

An der Zapfsäule ist der Ausschlag dem ADAC zufolge zwar noch nicht ganz so stark spürbar. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt habe der Preis je Liter Super E10 am Sonntag aber immerhin um 1,6 Cent gegenüber dem Freitag zugenommen, beim Liter Diesel betrug die Steigerung 1,3 Cent. Die Tagesdurchschnitte von 1,794 Euro je Liter E10 und 1,759 Euro je Liter Diesel waren damit die höchsten seit fast zwei Jahren. Der ADAC befürchtet, dass die Preise weiter steigen.

Hilft aber alles nichts: Wer im Alltag oder auf der Fahrt in den Urlaub auf das Auto angewiesen ist, kommt ums Tanken nicht umhin. Doch vielleicht lässt sich der nächste Stopp ein wenig hinauszögern. Diese 4 Tipps des ADAC Hessen-Thüringen können helfen, Sprit zu sparen:

1. Tempo herausnehmen

Je schneller ein Auto fährt, desto größer wird sein Luftwiderstand - und damit auch sein Verbrauch. Ein Beispiel: Wer im Mittel mit 100 km/h anstelle von 120 km/h fährt, kann auf der gleichen Streckenlänge rund 15 Prozent Kraftstoff einsparen. Wer dagegen 160 km/h fährt, verbraucht rund 50 Prozent mehr als es im Vergleich zu einem mittleren Tempo von 100 km/h der Fall wäre.

Der Verkehrsclub macht eine Rechnung mit einem Benziner auf, der bei einem mittleren Tempo von 100 km/h rund 6,7 Liter Super auf einer Strecke von 100 km verbraucht. Bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h steigt der Verbrauch auf 10,1 Liter auf 100 km. Bei einem angenommenen Preis von 1,75 Euro pro Liter kostet das schnellere Fahren pro 100 km etwa 5,95 Euro mehr.

2. Clever schalten

Neben der grundsätzlich mäßigen Geschwindigkeit kann das richtige Schalten Sprit sparen: Vor allem hochtouriges Fahren - mit einer Drehzahl von mehr als 2.000 Umdrehungen pro Minute - lässt den Verbrauch ansteigen.

Besser ist es, beim Beschleunigen so früh wie möglich hochzuschalten, um hohe Drehzahlen zu vermeiden. Das gewählte Tempo sollte dann mit einer möglichst niedrigen Drehzahl beibehalten werden. Zurückschalten sei in der Regel erst nötig, wenn der Motor ruckelt oder zu brummen beginnt, so der ADAC. Viele moderne Autos zeigen auch Gangempfehlungen im Display an.

Immer wichtig: Möglichst mit konstanter Geschwindigkeit und vorausschauend fahren - falls vorhanden, kann dafür ein Tempomat genutzt werden.

Wer von weitem eine rote Ampel sieht, kann die Motorbremse nutzen und bei eingelegtem Gang vom Gas gehen. Dabei wird die Kraftstoffzufuhr der meisten Autos komplett abgesperrt - die sogenannte Schubabschaltung.

3. Reifendruck optimieren

Wer sicher, komfortabel und sparsam fahren will, sollte den Luftdruck der Reifen regelmäßig kontrollieren. Schon ein um 0,3 bar reduzierter Druck steigert den Rollwiderstand und sorgt für unnötigen Mehrverbrauch. Wer weiter sparen will, kann - sofern dies in der Bedienungsanleitung beschrieben ist - den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Reifenluftdruck leicht erhöhen.

4. Gewicht reduzieren

Hier gilt grundsätzlich „je weniger, desto besser“. Jedes zusätzliche Gewicht an Bord oder in Aufbauten wie Dachboxen führt am Ende zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Als Faustformel nennt der Verkehrsclub: 100 kg Zusatzlast führen zu bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch pro 100 km.

Wer etwa aus dem Urlaub zurückgekommen ist, sollte daher nicht mehr benötigte Gegenstände aus dem Auto räumen und etwaige Aufbauten abmontieren. Speziell in der Stadt wirkt sich das Gewicht einer Zuladung negativ auf den Spritverbrauch aus. Jedes Anfahren und jede Beschleunigung kostet extra Sprit.

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U
Ulla Bowe
03.03.202609:11 Uhr

Unabhängig davon, daß es aus Gründen des Umweltschutzes sowieso und JEDERZEIT sehr wichtig ist, die in dem Artikel genannten Verhaltensweisen zu beherzigen (auch bei "Stromern"), ist offensichtlich, daß die Ölkonzerne bereits jetzt die Situation ausnutzen und die Preise kräftig erhöhen, obwohl die Bevorratung noch mit Öl und Gas aus Zeiten VOR dem kriegerischen Handeln mit Sperrung der Straße von Hormuz erfolgt ist. Die Bestände/Mengen hätten lt. Fachwelt noch für eine mehrwöchige preisstabile Zeitspanne gereicht.
Aber die Abzock-Mentalitat dieser Konzerne ist ja bekannt. Es liegt an den Autofahrer:innen, grundsätzlich nicht mehr soviel Energie zu verfahren und damit den Unternehmen "in die Suppe zu spucken".
Fangen wir doch am Besten spätestens jetzt sofort damit an!
Michael Bowe

H
Heiko Kania antwortete am
03.03.202610:34 Uhr

"Übergewinne" der Kriegsgewinnler sollten vom Staat abgeschöpft werden.

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