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Nahost

Israel: Iranische Raketenfabrik in Syrien zerstört

Ein israelisches Kommando-Unternehmen ist nach Armee-Angaben im September mit Hubschraubern tief in syrisches Territorium geflogen, um eine iranische Raketenfabrik zu zerstören.

Ein israelisches Kommando-Unternehmen ist nach Armee-Angaben im September mit Hubschraubern tief in syrisches Territorium geflogen, um eine iranische Raketenfabrik zu zerstören. Foto: Matias Delacroix/AP/dpa

Die israelische Armee will den Waffenschmuggel an die Hisbollah unterbinden. Vor einigen Monaten war sie deshalb tief in syrischem Gebiet sogar mit Bodentruppen im Einsatz.

Von dpa Donnerstag, 02.01.2025, 17:25 Uhr

Tel Aviv. Israels Armee hat nach eigenen Angaben vor vier Monaten bei einem Kommando-Unternehmen eine unterirdische, vom Iran finanzierte Raketenfabrik in Syrien zerstört. Darin sollten jährlich Hunderte Präzisionsraketen für die Hisbollah im Libanon sowie andere proiranische Milizen hergestellt werden, wie ein Militärsprecher mitteilte. An dem Einsatz rund 500 Kilometer nördlich von Israel seien mehr als 100 Spezialkräfte beteiligt gewesen, die mit Hubschraubern eingeflogen worden seien.

Die ab 2017 errichtete Fabrik in Masjaf im Westen sei seit Jahren beobachtet und geheimdienstlich ausgekundschaftet worden. Nach Angaben des Sprechers war sie kurz vor dem israelischen Angriff am 8. September 2024 in Betrieb genommen worden. Er nannte sie eine „strategischen Bedrohung für den Staat Israel“ und ein „Vorzeigeprojekt des Iran“. 

Bei dem israelischen Einsatz seien einige Milizionäre getötet worden. Dies sei aber nicht das Ziel der Militäroperation gewesen, betonte der Armeesprecher. 

Israel hat in der Vergangenheit schon mehrfach Infrastruktur in Syrien angegriffen, die nach Militärangaben von der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah zum Waffenschmuggel genutzt wird.

Ein israelischer Kampfjet von einem Luftwaffenstützpunkt in Zentralisrael aus gesehen. (Symbolbild)

Ein israelischer Kampfjet von einem Luftwaffenstützpunkt in Zentralisrael aus gesehen. (Symbolbild) Foto: Gil Cohen Magen/XinHua/dpa

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