Zähl Pixel
Gaza-Krieg

Tote bei Gaza-Verteilstelle: UN-Chef fordert Untersuchung

Ein Gebiet bei einem Verteilungszentrum im südlichen Gazastreifen

Ein Gebiet bei einem Verteilungszentrum im südlichen Gazastreifen Foto: Abdel Kareem Hana/AP/dpa

Laut der Gaza-Gesundheitsbehörde sollen erneut viele Menschen von Schüssen nahe einer Verteilungsstelle getötet worden sein. Die Vereinten Nationen sprechen von einem „unvorstellbaren Verlust“.

Von dpa Dienstag, 03.06.2025, 01:45 Uhr

New York/Gaza/Tel Aviv/Genf. Nach Berichten über zahlreiche Tote nahe einem Verteilungszentrum für humanitäre Hilfe in Gaza verlangt UN-Generalsekretär António Guterres Konsequenzen. „Der Generalsekretär fordert weiterhin eine sofortige, unabhängige Untersuchung dieser Ereignisse und die Rechenschaftspflicht der Täter“, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric in New York. Er sprach von einem unvorstellbaren Verlust an Menschenleben. „Es ist inakzeptabel, dass Zivilisten beim Versuch, Nahrungsmittel zu beschaffen, ihr Leben riskieren und in mehreren Fällen sogar verlieren.“

Israelische Soldaten sollen im Gazastreifen palästinensischen Angaben zufolge erneut viele Menschen in der Nähe eines Verteilungszentrums für humanitäre Hilfe erschossen haben. Mindestens 27 Palästinenser seien nahe der südlichen Stadt Rafah getötet und rund 90 weitere verletzt worden, teilte die von der islamistischen Terrororganisation Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde mit.

Nach Angaben der israelischen Armee haben Soldaten rund einen halben Kilometer von der Verteilungsstelle entfernt Verdächtige gesehen, die sich ihnen genähert und eine Bedrohung für sie dargestellt hätten. Sie seien von den vorgesehenen Wegen zum Hilfszentrum abgewichen, während sich zugleich eine große Menschenmenge auf den regulären Wegen bewegt habe. Soldaten hätten zunächst Warnschüsse abgegeben. Da die Verdächtigen aber nicht zurückgewichen seien, hätten sie auf einzelne Verdächtige geschossen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Syrischer Präsident verschiebt Deutschlandbesuch

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat seinen für Montag und Dienstag geplanten Deutschlandbesuch verschoben. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesregierung der Deutschen Presse-Agentur. Grund sei die innenpolitische Situation in Syrien.

Meterhohe Eisberge an der Elbe bei Hamburg

Nach Schneefall und Frost türmen sich vor den Toren Hamburgs meterhohe Eisberge an der Elbe. Warum die Eisbrecherflotte jetzt so gefordert ist wie seit Jahren nicht mehr.

Bundeswehrsoldaten ziehen aus Grönland ab

Schnelles Ende einer Erkundungsmission. Trump fordert Grönland für die USA, einige Nato-Staaten schickten Soldaten auf die Arktisinsel – jetzt ziehen die Deutschen schon wieder ab.

Nach Nebel kommt die Sonne

Nachts wird es frostig. Tagsüber zeigt sich zunehmend die Sonne. In manchen Regionen bleibt der Nebel jedoch zäh.