Justiz-Datenkabel geflickt – Systeme laufen wieder
Nach einer IT-Störung in der niedersächsischen Justiz laufen alle Systeme wieder wie gewünscht. (Symbolbild) Foto: Michael Matthey/dpa
Baggerarbeiten haben am Mittwoch die Mühlen der niedersächsischen Justiz überwiegend zum Stehen gebracht: Die Unterbrechung einer wichtigen Datenverbindung setzte viele digitale Anwendungen matt.
Hannover. Nach der Reparatur einer Datenleitung für die Justiz in Niedersachsen laufen die EDV-Systeme wieder wie gewünscht. Das Kabel sei am Mittwochabend repariert worden, etwa seit 19.00 Uhr hätten die Systeme wieder hochgefahren werden können, sagte eine Sprecherin des Justizministeriums in Hannover. Zuvor hatte der NDR berichtet.
Bei Baggerarbeiten im Raum Winsen (Landkreis Harburg) war am Mittwochmorgen eine Datenleitung beschädigt worden, die ein Rechenzentrum in Hamburg mit dem Standort Celle verbindet. Die Folge: Gerichte, Justizvollzugsanstalten und andere Einrichtungen waren nur noch eingeschränkt erreichbar.
Auf „händische Verfahren“ ausgewichen
Mit Ausnahme von Handelsregister und Grundbuchämtern waren nach Ministeriumsangaben sämtliche Bereiche der niedersächsischen Justiz betroffen. Zahlreiche digitale Anwendungen funktionierten nicht mehr. So seien unter anderem E-Mail- und Kommunikationsdienste sowie die elektronische Akte ausgefallen. In Eilfällen werde auf händische Verfahren ausgewichen, hatte eine Ministeriumssprecherin gesagt.
Derzeit wird laut Justizministerium an einer zweiten Leitung gearbeitet, die künftig als Ausweichverbindung mehr Betriebssicherheit sichern soll.