Landtag Niedersachsen

Niedersachsens Landtag hat nun der Kastrationspflicht für Katzen zugestimmt (Symbolbild). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Niedersachsens Landtag hat nun der Kastrationspflicht für Katzen zugestimmt (Symbolbild). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Kastrationspflicht kommt: Der Niedersächsische Landtag hat dem Antrag von SPD und Grünen zugestimmt. So soll dem Problem von knapp 200.000 verwilderten Hauskatzen entgegengewirkt werden. Die Kosten tragen die Katzenhalter - es soll jedoch auch Ausnahmen geben.

21.06.2023, 18:30 Uhr

Niedersachsens Landtag hat der von SPD und Grünen geplanten Kastrationspflicht für Katzen zugestimmt. Bei der Abstimmung am Mittwoch votierte neben den Regierungsfraktionen auch die CDU für den Antrag, die AfD enthielt sich. Vorgesehen ist eine Katzenschutzverordnung, nach der Katzen, die sich auch draußen aufhalten, künftig gekennzeichnet, registriert und kastriert werden müssen. Nur in Ausnahmefällen soll die Kastrationspflicht entfallen - etwa dann, wenn jemand möchte, dass seine Katze Junge bekommt und deren Versorgung gewährleistet ist.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) hatte im Februar erklärt, die Vorgabe könne viel Leid und Elend bei unversorgten Katzen vermeiden. Das Ziel sei es, eine unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen zu verhindern, und Wildtiere wie Vögel, die am Boden brüten, zu schützen.

Hilfsgelder für finanzschwache Katzenhalter geplant

Dem Antrag zufolge sind in Niedersachsen rund 575.000 Hauskatzen registriert, von denen etwa 120.000 nicht kastriert sind. Die Zahl der verwilderten Hauskatzen im Land werde auf bis zu 200.000 geschätzt. In knapp 480 niedersächsischen Städten und Gemeinden gelte zudem bereits eine Katzenschutzverordnung. Diese kommunalen Regelungen sollen jetzt vereinheitlicht werden.

Für finanzschwache Katzenhalter soll es Geld vom Land geben, um die Kosten für Kennzeichnung und Kastration tragen zu können. Kein Tierhalter solle seine Katze abgeben müssen, hieß es. (dpa)

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