Keine Schule wegen Glätte - Was Schulleiter dazu sagen
Wegen Schnee und Glätte bleiben die Schulen in Niedersachsen für den regulären Schulbetrieb zuletzt öfter geschlossen. (Archivfoto) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Zu glatt die Straßen, zu gefährlich der Schulweg: In letzter Zeit fiel immer wieder der Unterricht in Niedersachsens Schulen aus. Wie Schulleiter zu der Entscheidung stehen.
Hannover. Niedersachsens Schulleiter nehmen die wiederholten Unterrichtsausfälle wegen Schnee und Glätte gelassen hin. „Kein Kind wird irgendeinen Schulabschluss in diesem Land nicht erreichen, weil es im Winter 25/26 schlimm geschneit hat“, sagte Matthias Aschern, Vorsitzender des Schulleitungsverbands Niedersachsen.
Die Situation erinnert laut Verband an die Pandemie, als die Schulen für lange Zeit dicht waren. Die Lernrückstände von damals seien noch immer ein Problem, meinte Aschern. „Aber das hier ist keine Wiederholung einer pandemischen Situation, sondern es ist Winter.“
Aus Zeiten der Pandemie gelernt
Die Entscheidung, ob der Unterricht witterungsbedingt ganz oder in Teilen ausfällt, treffen in Niedersachsen die Landkreise und kreisfreien Städte. Eine Pflicht zum Distanzunterricht besteht nicht. Trotzdem unterrichten Lehrkräfte längst erfolgreich ihre Schülerinnen und Schüler aus der Ferne, wie der Verband mitteilte.
Viele Schulen erarbeiteten während der Pandemie ein eigenes Konzept für den Distanzunterricht - angepasst an das Alter der Schüler und an die zur Verfügung stehende Technik. Für Grundschulkinder funktioniere beispielsweise kein regulärer Unterricht nach Stundenplan. „Erste, zweite Stunde Deutsch, dritte, vierte Stunde Mathe - das ist nicht das Format, über das wir hier reden“, sagte Aschern. Doch auch die Kleinsten könnten zu Hause Übungen erledigen, wenn die Lehrkräfte entsprechende Arbeitsaufträge an die Eltern per E-Mail schicken. „Das ist kein Hexenwerk.“