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ÖPNV

Warnstreik in Hamburg – Keine U-Bahnen und Busse

Wegen eines Warnstreiks fahren am Montag voraussichtlich keine U-Bahnen. Auch der Busverkehr ist dann erheblich eingeschränkt. (Archivbild)

Wegen eines Warnstreiks fahren am Montag voraussichtlich keine U-Bahnen. Auch der Busverkehr ist dann erheblich eingeschränkt. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

Ein ganztägiger Warnstreik legt am Montag große Teile des Nahverkehrs in Hamburg lahm. Was Fahrgäste jetzt beachten müssen – und welche Busse trotzdem fahren.

Von dpa Montag, 02.02.2026, 08:00 Uhr

Hamburg. Für viele Pendler in Hamburg ist der heutige Tag angesichts des 24-stündigen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr eine besondere Herausforderung. Nach unserem Kenntnisstand seien bisher keine Busse von den Höfen gefahren, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Alles steht.“ Ähnlich sehe es bei den U-Bahnen aus. Man sei sehr zufrieden, wie der Warnstreik angelaufen sei.

Trotz Streik: Diese Busse fahren

Die Hamburger Hochbahn teilte am Morgen mit, dass die U-Bahnen nicht fahren werden. Im Busbereich werde es lediglich einen Notfall-Fahrplan geben. So fahren die Busse auf den Linien 23 und 24 demnach im 20-Minuten-Takt. Auf den Linien 114, 155, 161, 180 und 561 wird es ein nahezu normales Angebot geben, da diese Linien durch beauftragte Unternehmen bedient werden. Auf den Buslinien 16, 43 und 191 gibt es den Angaben zufolge ein stark eingeschränktes Angebot. Die Schulbusse sollen fahren.

Auch bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) fallen viele Busse aus oder werden nur eingeschränkt bedient. Von dem 24-stündigen Warnstreik nicht betroffen sind den Angaben zufolge die S-Bahn und die Hadag-Fähren.

Warnstreik für mehr Geld - „Auch wir müssen Miete bezahlen“

„Heute soll der Betrieb stillstehen“, sagte ein Busfahrer der Hochbahn der dpa. Man streike für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. „Auch wir müssen Mieten bezahlen, auch wir müssen unsere Kinder ernähren. Und das ist in der Stadt Hamburg alles nicht mehr so leicht.“

Verdi fordert für die Hochbahn-Beschäftigten unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent in Verbindung mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen, die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 7,5 Prozent und die Einführung eines Mietkostenzuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für Auszubildende. Bei der ersten Verhandlungsrunde am Freitag legten die Hochbahn-Arbeitgeber laut Verdi kein Angebot vor. Daneben wird derzeit bei der VHH ein neuer Manteltarifvertrag ausgehandelt.

Kundgebung am Vormittag

Am Morgen ist beim Busbetriebshof der Hochbahn in Harburg eine Kundgebung geplant. Von dort führt nach Verdi-Angaben ein Demonstrationszug bis zum Harburger Rathausplatz. Dort soll um 10.30 Uhr die gemeinsame Streikkundgebung der Beschäftigten von Hochbahn, VHH und aus dem öffentlichen Dienst der Länder stattfinden.

Donnerstag nächster Warnstreik

Bereits am Donnerstag drohen weitere Einschränkungen. Für diesen Tag hat die Gewerkschaft Verdi alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, um ihren Forderungen nach sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro mehr Nachdruck zu verleihen. Auf der geplanten Kundgebung wird als Redner der Verdi-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Frank Werneke erwartet.

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Ilse Berdien
02.02.202608:32 Uhr

Streikt weiter für eine große Lohnerhöhung- ihr werdet das blaue Wunder erleben was euer Heimplatz später kosten wird. Es ist schon heute kaum noch finanzieren . Überlegt was ihr macht, kleine Lohnschritte kann akzeptiert werden .

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