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Prozess

Lachgasflasche auf Auto geworfen – Junge Leute vor Gericht

Zeugenaussagen hatten zur Festnahme der Angeklagten geführt.

Zeugenaussagen hatten zur Festnahme der Angeklagten geführt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt

Es war ein Schreckmoment für einen Autofahrer: Zwei Flaschen waren von einer Brücke auf seine Frontscheibe gefallen. Gegen drei mögliche Täter beginnt nun in Hamburg der Prozess.

Von dpa Dienstag, 10.03.2026, 11:00 Uhr

Hamburg. Vor dem Hamburger Landgericht hat der Prozess gegen drei junge Leute begonnen, die am St. Pauli Fischmarkt ein Auto mit Flaschen beworfen haben sollen. Die zwei 19 Jahre alten Frauen sowie eine 21-jährige Person, die laut Gericht darum gebeten hatte, im Prozess als Frau angesprochen zu werden, müssen sich wegen versuchten Mordes verantworten.

Laut Anklage hatten sie im September vergangenen Jahres nachts mehrere Glas- und eine rund anderthalb Kilogramm schwere Lachgasflasche von einer Fußgängerbrücke auf ein darunter hindurchfahrendes Auto geworfen.

Lachgasflasche schlug in Frontscheibe ein - Fahrer blieb unverletzt

Der Wagen sei zunächst von einer Glasflasche im Bereich der Motorhaube getroffen worden. Dann sei die Lachgasflasche in die Frontscheibe eingeschlagen, sagte die Staatsanwältin beim Verlesen der Anklage. Der Fahrer habe sich erschreckt und sein Auto stark abgebremst – sei aber trotz der zersplitterten Scheibe unverletzt geblieben. 

Die Angeklagten hätten billigend in Kauf genommen, dass die Lachgasflasche die Scheibe durchschlagen und Insassen des Fahrzeugs tödlich verletzen könne, sagte die Staatsanwältin. Zudem hätten sie die Sicherheit des Straßenverkehrs gefährdet.

Die Angeklagten waren einen Tag nach der Tat aufgrund von Zeugenaussagen festgenommen worden. Sie sitzen seither in Untersuchungshaft.

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