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Zuletzt keine Ausbrüche mehr

Landkreis Emsland hebt Geflügelpest-Überwachungszone auf

Die Ausbreitung der Geflügelpest soll unter anderem mit der Unterbringung der Tiere in Ställen verhindert werden. (Archivbild)

Die Ausbreitung der Geflügelpest soll unter anderem mit der Unterbringung der Tiere in Ställen verhindert werden. (Archivbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Mit der Einrichtung von Überwachungszonen wollen betroffene Landkreise die Ausbreitung der Geflügelpest einschränken. Der Landkreis Emsland hebt eine solche Zone nun auf.

Von dpa Freitag, 23.01.2026, 12:30 Uhr

Meppen/Haselünne. Der Landkreis Emsland lockert zum Wochenende seine Auflagen wegen der Geflügelpest. Nachdem kurz vor Weihnachten wegen eines Ausbruchs in einem Legehennenstall in Haselünne eine Überwachungszone eingerichtet wurde, werde diese nun aufgehoben, teilte eine Kreissprecherin mit. Damit gelte der Landkreis wieder als frei von der Geflügelpest. Allerdings muss das Geflügel im Landkreis Emsland weiterhin in Ställen gehalten werden.

In dem Betrieb waren mehr als 14.000 Legehennen von dem Ausbruch betroffen. Mit der Einrichtung einer Schutz- und einer Überwachungszone sollte die Ausbreitung des für Geflügel hochansteckenden Virus verhindert werden. Unter anderem waren der Transport und das Abhalten von Geflügelmärkten verboten. 

142.600 Tiere getötet

Insgesamt waren dem Landkreis zufolge rund 250 gewerbliche Betriebe und Hobbyhaltungen mit zusammen mehr als 3,45 Millionen Tieren im Bereich Haselünne von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen.

Der erste Geflügelpestfall der aktuellen Infektionswelle im Landkreis Emsland trat Ende Oktober in Geeste auf. Weitere Ausbrüche bis zum Fall in Haselünne folgten. Insgesamt wurden im Landkreis mehr als 142.600 Tiere fachgerecht getötet werden, darunter rund 53.600 Hähnchen und mehr als 71.500 Puten.

Seuchenlage beruhigt

Inzwischen habe sich die Seuchenlage in Niedersachsen im Vergleich mit dem Herbst des vergangenen Jahres wieder beruhigt, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums. Das liege auch daran, dass in den am stärksten betroffenen Landkreisen die Ställe zunächst nicht wiederbelegt werden durften. 

Dennoch müssten Geflügelhalter weiterhin sehr wachsam sein, denn erfahrungsgemäß könne es mit dem Vogelzug im Februar und März erneut zu einer Ausbruchswelle kommen. Neben der Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen sei es daher auch notwendig, dass die Geflügelhalter auffällige Tiere der zuständigen Behörde melden.

Bislang größtes Ausbruchsgeschehen

In Niedersachsen waren im vergangenen Jahr nach Angaben des Ministeriums mehr als 1,7 Millionen Tiere von der Vogelgrippe betroffen - rund 7.500 waren verendet und mehr als 1,5 Millionen Tiere mussten aus Seuchenschutzgründen getötet werden. Damit sei in Niedersachsen das bislang größte Ausbruchsgeschehen verzeichnet worden. Im Jahr 2021 wurden knapp 1,17 Millionen Tiere getötet, im Jahr 2020 waren es 1,25 Millionen Tiere.

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