Niedersachsen
Mehr Ermittlungsverfahren wegen Antisemitismus
Barbara Havliza (CDU), niedersächsische Justizministerin, spricht während eines Interviews.
Niedersachsens Staatsanwaltschaften haben im vergangenen Jahr mehr Ermittlungsverfahren wegen judenfeindlicher Bestrebungen eingeleitet als noch ein Jahr zuvor.
2021 waren es 253 Verfahren, ein Jahr zuvor noch 179, wie Justizministerin Barbara Havliza (CDU) am Mittwoch in Hannover sagte. Bei den Tatvorwürfen im vergangenen Jahr ging es demnach überwiegend um Volksverhetzung, Gewaltdarstellung oder das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. «Antisemitisch motivierte Delikte und der Umgang mit ihnen wirken sich unmittelbar auf jüdisches Leben bei uns in Niedersachsen aus», betonte die Ministerin. (dpa)