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Partnerschaft im Ausbau

Merz will Handelsvolumen mit Brasilien verdoppeln

Bundeskanzler Friedrich Merz wirbt auf der Hannover Messe für engere Wirtschaftsbeziehungen mit Brasilien.

Bundeskanzler Friedrich Merz wirbt auf der Hannover Messe für engere Wirtschaftsbeziehungen mit Brasilien. Foto: Michael Matthey/dpa

Mehr Handel, mehr Rohstoffe: Deutschland und Brasilien vertiefen ihre Partnerschaft. Kanzler Merz setzt auf Wachstum durch das Mercosur-Abkommen – und auf Zugang zu wichtigen Rohstoffen.

Von dpa 20.04.2026, 12:55 Uhr
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Hannover. Bundeskanzler Friedrich Merz will die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Brasilien deutlich ausbauen. Das bilaterale Handelsvolumen solle „in den nächsten Jahren“ verdoppelt werden, sagte der CDU-Politiker bei den deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen auf der Hannover Messe. Brasilien ist das diesjährige Partnerland der Industrieschau.

Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern lag nach Angaben von Merz im Jahr 2024 bei mehr als 20 Milliarden Euro. Für Volkswirtschaften dieser Größe sei das „entschieden zu wenig“. Mit dem Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten wolle man dieses Volumen steigern. „Beide Seiten des Atlantiks werden von wegfallenden Zöllen und dem Abbau weiterer Handelshemmnisse profitieren.“

Brasilien bezeichnete Merz in einer „schwieriger werdenden Welt“ als „Schlüsselpartner“. Beide Länder teilten das Interesse an einer politischen Ordnung, in der man sich auf Verträge und Verabredungen verlassen könne. Offener, fairer und freier Handel sei nur auf dieser Grundlage möglich.

Rohstoffe rücken ins Zentrum

Ein zentrales Thema ist aus Sicht von Merz auch die Rohstoffversorgung. Brasilien verfüge über ein „enormes Potenzial“ bei seltenen Erden, sagte er. „Große Chancen liegen im kostengünstigen Abbau bestimmter Metalle, die für die E-Mobilität und für Windkraftanlagen gebraucht werden.“

Der Import von Rohstoffen aus Brasilien habe 2024 bereits ein Volumen von rund drei Milliarden Euro erreicht. Deutschland sei bereit, Brasilien „mit technologischem Know-how und Expertise zu unterstützen“, um diese Beziehungen weiter auszubauen.

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