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Junge (3) erstickt in Sandkiste, Mutter von Kind überfahren

Ein Notarzt-Fahrzeug steht an einer Einsatzstelle.

Ein Notarzt-Fahrzeug steht an einer Einsatzstelle. Foto: Jens Büttner/dpa

Zwei schreckliche Garten-Tragödien: In Ostfriesland wird ein Kind kurz aus den Augen gelassen. In Hessen will ein Zehnjähriger einen Kleintransporter umparken.

Von dpa Mittwoch, 06.05.2026, 18:45 Uhr

Oldenburg/Alsbach. Ein drei Jahre alter Junge ist beim Spielen im elterlichen Garten in Ostfriesland kopfüber in ein Sandloch gefallen und später im Krankenhaus gestorben. Die Mutter habe ihren Sohn ohnmächtig gefunden und den Rettungsdienst alarmiert, berichtete eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich.

Nach den bisherigen Erkenntnissen spielte das Kind aus dem Ort Grotegaste bei Leer im Sand und buddelte dort ein Loch. Als der Junge mit dem Kopf voraus in den Sand fiel, bekam er keine Luft mehr und wurde ohnmächtig. Bislang deute alles auf einen tragischen Unfall hin, so die Sprecherin. Über das Unglück am Dienstagnachmittag hatten zunächst mehrere Medien berichtet.

Der Dreijährige wurde ins Krankenhaus nach Oldenburg gebracht, wo er starb. Dort wurde die Staatsanwaltschaft Oldenburg eingeschaltet, die eine Obduktion beantragte. So sollen die Ermittler Hinweise auf die genaue Todesursache bekommen, wie eine Sprecherin der Behörde sagte. Falls sich Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergeben sollten, würden weitere Ermittlungen eingeleitet. Die Sprecherin verwies darauf, dass der Tod eines so kleinen Kindes überprüft werden muss und daher ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet wurde.

Mutter stirbt bei Unfall – Zehnjähriger Sohn saß am Steuer

Bei einem tragischen Unfall mit einem Kleintransporter ist in Südhessen eine 39 Jahre alte Mutter ums Leben gekommen. Ihr zehn Jahre alter Sohn soll versucht haben, das auf einem Privatgrundstück in Alsbach-Hähnlein südlich von Darmstadt stehende Fahrzeug umzuparken und dabei die Kontrolle verloren haben, wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Polizeipräsidium Südhessen mitteilten.

Die Mutter habe am Dienstagnachmittag deshalb versucht einzugreifen, sei dabei von dem Kleintransporter erfasst worden und habe tödliche Verletzungen erlitten. Der Kleintransporter habe anschließend das Hoftor durchbrochen und sei gegen einen am Straßenrand geparkten Wagen geprallt. Das Kind blieb körperlich unverletzt. Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der Zehnjährige mit dem Einverständnis der Mutter am Steuer saß. Das Fahrzeug sollte wegen Gartenarbeiten umgeparkt werden.

Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Unfallgutachter, um den genauen Hergang zu klären und auch zu prüfen, ob es womöglich technische Mängel am Fahrzeug gab. Formal leitete sie ein Todesermittlungsverfahren ein, Kinder unter 14 Jahren sind nicht strafmündig.

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