Nach tödlichem Unfall in Cuxhaven: Spendenaufruf für Kinder der Verstorbenen
Die Papenstraße ist eine der Hauptverkehrsadern in Cuxhaven: An der Kreuzung zum Tamms Weg kollidierte der Audi mit einem entgegenkommenden Porsche. Eine 39-jährige Frau verlor ihr Leben. Foto: Lütt
Ein Unfall in Cuxhaven kostet eine Mutter das Leben. Es wurde ein Spendenaufruf für die verwaisten Kinder initiert, die ihren Vater zuvor schon verloren hatten. Wie viel Geld schon gespendet wurde.
Cuxhaven. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der Papenstraße gibt es inzwischen einen Spendenaufruf für eine Familie, die durch den Tod einer Mutter schwer getroffen worden sein soll. Darin wird um Unterstützung für vier Kinder gebeten, die nach dem Tod ihrer Mutter nun ohne beide Elternteile aufwachsen müssen.
Bei dem Unfall am Mittwochabend (2. September 2026) war eine 39-jährige Frau als Beifahrerin in einem Audi ums Leben gekommen. Der Wagen war gegen 20.15 Uhr an der Kreuzung Papenstraße/Tamms Weg mit einem entgegenkommenden Porsche zusammengestoßen.
Die Frau wurde im Audi eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Trotz der Rettungsmaßnahmen starb sie noch an der Unfallstelle. Der 21-jährige Audi-Fahrer wurde schwer, der 19-jährige Porsche-Fahrer leicht verletzt.
Spuren des Unfalls auch am Tag danach noch sichtbar
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Ein Gutachter soll den Unfall rekonstruieren und unter anderem die gefahrenen Geschwindigkeiten der beiden Fahrzeuge untersuchen. Zeugen des Zusammenstoßes wurden bereits befragt. Die beiden Autos wurden sichergestellt.
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Auch am Tag nach dem Unfall waren die Spuren der Kollision an der Kreuzung noch deutlich zu sehen. Die Papenstraße war nach Informationen der Cuxhavener Nachrichten (CNV) bis etwa 4.30 Uhr gesperrt. Im Laufe des Unfallabends waren zudem zahlreiche Angehörige an die Unfallstelle und später zum Krankenhaus gekommen. Die Polizei betonte gegenüber den CNV, dass es dabei zu keinen Tumulten oder anderen Zwischenfällen gekommen sei.
Auf der Spendenplattform „Go Fund Me“ ist inzwischen ein Aufruf veröffentlicht worden, der sich auf eine Mutter und ihre vier Kinder bezieht. In dem Text heißt es, eine Mutter sei durch einen tragischen Verkehrsunfall völlig unerwartet aus dem Leben gerissen worden.
Vier Kinder werden durch den Unfall zu Vollwaisen
Die vier Kinder hätten ihren Vater bereits zuvor verloren und müssten nun auch den Verlust ihrer Mutter verkraften. Sie seien damit zu Vollwaisen geworden. „Von einem Moment auf den anderen hat sich ihr gesamtes Leben verändert“, heißt es.
Die Familie stehe neben der Trauer vor einer weiteren Belastung: Die Kosten für die Beerdigung seien hoch. Mit den Spenden solle deshalb zum einen die Beerdigung finanziert und zum anderen sichergestellt werden, dass die vier Kinder in der kommenden Zeit möglichst gut unterstützt werden.
Zur familiären Beziehung zwischen der getöteten Frau und dem 21-jährigen Audi-Fahrer gibt es keine offiziellen Angaben. Ob die 39-jährige Beifahrerin und der Fahrer miteinander verwandt waren, will die Polizei gegenüber CNV-Medien aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht mitteilen.
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Am Donnerstagnachmittag (3. September 2026) lag das Spendenziel noch bei 12.000 Euro. Bis Freitagmorgen wurde dieses Ziel deutlich übertroffen und auf 45.000 Euro angehoben.
Über die Hälfte des Betrags war bereits eineinhalb Tage nach dem Unfall erreicht. Bis Freitagmorgen (4. September 2026), 8 Uhr, waren bereits 24.640 Euro gesammelt worden. Auf der Plattform waren zu diesem Zeitpunkt mehr als 600 einzelne Spenden verzeichnet. Unterzeichnet ist der Spendenaufruf mit einem islamischen Trauerspruch.
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