Neue Studie: So teuer ist das Leben im Landkreis Stade im Vergleich
Die Lebenshaltungskosten in Kreis Stade sind höher als etwa im Kreis Rotenburg und Cuxhaven. Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Die Wohnkosten sind der wichtigste Parameter dafür, wie teuer die Lebenshaltungskosten sind. Wie steht es um den Landkreis Stade? Und wie sieht es in der Region aus?
Landkreis. Die Lebenshaltungskosten im Landkreis Stade liegen 0,5 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, so eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Damit belegt Stade deutschlandweit Platz 261 von 400 Kreisen und kreisfreien Städten.
Stade im bundesweiten Vergleich
Die Wissenschaftler haben Wohn- und Lebenshaltungskosten wie Mieten, Energie (Strom, Gas) sowie Lebensmittelpreise in Deutschlands 400 Kreisen und kreisfreien Städten verglichen. Günstiger ist das Leben in einigen unserer Nachbarkreise: Cuxhaven liegt 4,8 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt (136.). Der Kreis Rotenburg sticht in der Region mit 5,1 Prozent (123.) hervor.
Pestel-Institut
Studie: Für wen Tausende Wohnungen im Kreis Stade fehlen
Der günstigste Landkreis in Niedersachsen ist der Kreis Holzminden im Süden. Nach der Studie belegt er Platz 7 unter allen Kreisen Deutschlands. Die Lebenshaltungskosten liegen dort rund 9,6 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Wohnungsmarkt
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Richtung Hamburg wird’s teurer
Teurer wird es, je mehr man sich Hamburg nähert. Der Landkreis Harburg liegt bereits 1,8 Prozent über dem Durchschnitt (322.).
Am kostspieligsten ist es in unserer Region in Hamburg. Die Hansestadt ist sogar einer der acht teuersten Orte in Deutschland:
- 393. Hamburg (11 Prozent über dem Schnitt)
- 394. Stuttgart (+11,5 Prozent)
- 395. Landkreis Fürstenfeldbruck (+11,6 Prozent)
- 396. Freiburg im Breisgau (+13,4 Prozent)
- 397. Landkreis Starnberg (+13,5 Prozent)
- 398. Frankfurt am Main (+14,6 Prozent)
- 399. Landkreis München (+17,1 Prozent)
- 400. München (+23,9 Prozent)
Großstädte treiben die Preise
Die bayerische Landeshauptstadt bleibt Deutschlands teuerste Stadt. Mit den anderen großen Metropolen - Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und Stuttgart - lagen die Ausgaben im Schnitt etwa elf Prozent über dem bundesweiten Mittelwert.
Wohnkosten als entscheidender Faktor
Regionale Preisunterschiede werden vor allem durch die Ausgaben fürs Wohnen bestimmt. In wirtschaftlich starken Gegenden treiben hohe Löhne und eine große Wohnraumnachfrage das Preisniveau deutlich nach oben.
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In den sieben größten Städten liegen die Mieten im Schnitt fast zur Hälfte über dem Bundesdurchschnitt, die laufenden Betriebskosten rund ein Fünftel darüber.
Umgekehrt sind ländliche Regionen mit Abwanderung günstiger: Mieten und Nebenkosten sind bis zu einem Drittel unter dem Bundesschnitt, wie im sächsischen Vogtlandkreis (minus 10 Prozent).
Kaum Bewegung beim Preisgefälle
Das regionale Preisgefälle habe sich jedoch kaum verändert. Die außergewöhnlich hohe Inflation zwischen 2022 und 2024 habe sich bundesweit ausgewirkt. „Von der Großstadt bis zur Dorfregion“, sagt IW-Experte Ralph Henger.
Wie bezahlbar eine Stadt sei, hänge vor allem von den Wohnkosten ab. „Gelingt es den Kommunen, den Wohnungsbau zu forcieren, können sie das Leben in ihren Städten insgesamt bezahlbarer gestalten“, sieht der Immobilienexperte Chancen.
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