Nordlicht Norma eröffnet die Lange Nacht in Stade
Ein mutiger Schritt hat Norma den Weg auf die Bühne geebnet. Foto: Sven Schomburg
Nach zwei Jahren Corona-Pause ist auch in Stade wieder richtig Musik drin. Die nächste Sause hat als Haupt-Act Norma im Gepäck, die mit ihren Songs nordischen Charme versprüht.
Normas Konzert am Freitagabend, ab 18.30 Uhr im Königsmarcksaal des historischen Rathauses, bildet den Auftakt zu einer neuen Ausgabe der Langen Nacht in Stade. Die bietet auch in ihrer mittlerweile 11. Ausgabe wieder ein riesiges Veranstaltungsangebot.
Die friesischen Wurzeln der Singer-Songwriterin sind auch in ihrer Musik unverkennbar. Denn Norma singt auf Hochdeutsch, Plattdeutsch und in ihrer Heimatsprache Friesisch. Auf Föhr geboren und aufgewachsen, tauscht sie mit gerade einmal 17 Jahren die Insel gegen die Großstadt, um sich in Hamburg den Traum von einem Leben auf der Bühne zu erfüllen.
Ihr erster Anker wird eine Musikschule, wo sie Gesangunterricht nimmt und sich der Musikpädagogik widmet. Nebenbei knüpft sie Bande in die Musikszene. Am Anfang war die Stadt die große, weite Welt der Musikmetropole. „Jetzt ist Hamburg mehr wie ein Dorf für mich, wo man alle in der Musikszene und jeden Club kennt.“
Schon auf Föhr singt sie in Chören, spielt in zwei Bands und nimmt „alles mit, was es auf der Insel mit Musik gibt“. Norma lässt sich einfach von ihrer Leidenschaft tragen, auch wenn der Weg auf die professionelle Musikbühne nicht einfach war. „Ich hab dann auch mal bei einer Casting-Show mitgemacht, wo ich sofort rausgeflogen bin“, erzählt sie. Inzwischen läuft es für die 34-Jährige sehr gut.
Norma singt Songs auf Plattdeutsch
Im März ist Normas EP „Op Platt“ erschienen. Da singt sie erstmals nur auf Plattdeutsch. „Die Sprache bietet einfach super viel – Tiefgründiges, aber auch Witz und Humor und so eine Trockenheit und Direktheit, die ich total mag“, so ihre Motivation.
Normas Nordsee-Heimat, die in ihren Liedern mitklingt, ist für viele ein Sehnsuchtsort. Seit sie in Hamburg wohnt, geht es auch Norma so: „Das fängt schon an, wenn ich auf der Fähre bin, dann atme ich einmal durch. Und wenn ich jetzt nach Föhr komme, gehe ich als erstes zum Strand.“
In ihren sehr persönlichen Liedern nimmt sie das Positive ins Auge, blickt auf die kleinen, kostbaren Momente und sagt sich auch einfach mal: Wenn wat nich löppt, denn laat dat lopen. Wenn was nicht läuft, dann lass das laufen.
Normas Konzert gehört zu den Veranstaltungen, für die ein Ticket erforderlich ist. Der Eintritt beträgt fünf Euro, Tickets sind buchbar über die Tourist-Information am Hafen, Hansestraße 16 in Stade oder online.
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