Zähl Pixel
Energiewende

Panasonic eröffnet neue Wärmepumpen-Fabrik in Tschechien

Mit einem neuen Werk im tschechischen Pilsen (Plzen) baut der japanische Großkonzern Panasonic seine Wärmepumpen-Produktion in Europa aus.

Mit einem neuen Werk im tschechischen Pilsen (Plzen) baut der japanische Großkonzern Panasonic seine Wärmepumpen-Produktion in Europa aus. Foto: Michael Heitmann/dpa

Wärmepumpen gelten als klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizungen. Im Kampf um den europäischen und deutschen Markt rüstet der japanische Riese Panasonic nun auf.

Von dpa Freitag, 29.08.2025, 14:10 Uhr

Pilsen. Mit dem Ausbau seiner Wärmepumpen-Produktion in Tschechien will der japanische Konzern Panasonic den europäischen Markt aufmischen. „Wir haben ehrgeizige Wachstumsziele und werden die europäischen Markenhersteller herausfordern“, sagte ein Sprecher des Unternehmens bei der Eröffnung eines neuen Werks im westböhmischen Pilsen (Plzen). Demnach ist geplant, die Produktion dort bis 2030 auf 1,4 Millionen Wärmepumpen-Innen- und Außeneinheiten pro Jahr zu steigern.

Japaner wollen europäische Firmen herausfordern

Der tschechische Regierungschef Petr Fiala sagte, die Investition zeige, dass sein Land „attraktive Bedingungen für technologisch anspruchsvolle und innovative Projekte“ biete. Zu den Hauptabsatzmärkten des neuen Werks wird laut Panasonic Deutschland zählen. Die Fabrik liegt knapp 70 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt. Die Japaner haben nach eigenen Angaben rund 320 Millionen Euro in den Neubau und die Produktionsanlagen investiert. Vor Ort sollen bis zu 700 neue Arbeitsplätze entstehen.

Viel Automation und Robotik

Die Vorteile einer Produktion in Europa sieht man bei Panasonic in kürzeren Lieferzeiten, geringeren Transportkosten und niedrigeren Kohlendioxid-Emissionen. Zudem könne man schneller auf lokale Marktentwicklungen reagieren. In Pilsen werde ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum angesiedelt. Die neue Fertigungslinie ermögliche aufgrund des hohen Automatisierungs- und Robotikanteils eine höhere Effizienz als bisher.

Panasonic sieht „positive Entwicklung“ in Deutschland

Im ersten Halbjahr gab es beim Wärmepumpen-Absatz in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 55 Prozent auf 139.500 Stück. Das geht aus Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) hervor. Bei Panasonic gibt man sich daher auf Nachfrage optimistisch: „Trotz der Tatsache, dass die Nachfrage im Markt weiterhin unter dem außergewöhnlichen Niveau von 2023 liegt, sehen wir im deutschen Markt klar eine positive Entwicklung“, hieß es. 

Wärmepumpen nutzen Wärme aus der Umwelt, um Gebäude zu heizen. Sie gelten als klimafreundliche Alternative zu Erdgas und Heizöl. Bekannte deutsche Hersteller von Wärmepumpen sind unter anderem Vaillant, Viessmann, Buderus, Bosch und Stiebel Eltron.

Einer der Hauptabsatzmärkte für die Wärmepumpen ist Deutschland, das rund 70 Kilometer entfernt liegt.

Einer der Hauptabsatzmärkte für die Wärmepumpen ist Deutschland, das rund 70 Kilometer entfernt liegt. Foto: Michael Heitmann/dpa

J
Jochen Mextorf
29.08.202515:59 Uhr

Es gibt Häuser und Wohnungen, die keinen Platz für den ganzen Schrott haben.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Abwärtstrend bei Benzinpreisen hält an

Nach wie vor ist unklar, ob der Irankrieg ein baldiges Ende findet. An den Tankstellen bewegen sich die Spritpreise dennoch langsam, aber seit einigen Tagen kontinuierlich bergab.

Reiche warnt vor Alarmismus bei Kerosin

Der Finanzminister äußert sich zu Warnungen vor einer Knappheit bei Kerosin. Die Wirtschaftsministerin meldet sich auch zu Wort. Am Montag gibt es ein Treffen.

Filialnetz der Post hat gesetzeswidrige Lücken

Der Weg zur nächsten Postfiliale darf nicht allzu weit sein, so sieht es ein Gesetz vor. Doch mancherorts ist die Strecke länger als gedacht - oder man findet am Ort lediglich einen Automaten.

WWF: Vermieter sollen Extra-Heizkosten tragen

Noch ist unklar, was die Reform des Heizungsgesetzes für Mieter bedeutet. Denn der CO2-Preis steigt, zugleich sollen Heizungen mit fossilen Brennstoffen weiter betrieben werden können.