Prominenter Gast: Minister Meyer diskutiert in Mulsum über Energiewende
Reist aus Hannover nach Mulsum und blickt mit Interessierten unter anderem auf die Energiewende: der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (Grüne). Foto: Guido Kirchner/dpa (Archiv)
Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer spricht am Montag in Mulsum im Dialog mit Bürgern über die Energiewende vor ihrer Haustür. Um welche Fragen es geht.
Mulsum. Die Fredenbecker Grünen beschäftigt die Frage: Wie wirkt die Energiewende in der Samtgemeinde Fredenbeck und wie wirkt sie sich auf die Bürger aus? Das interessiert auch Christian Meyer (Grüne).
Der Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz diskutiert bei einer öffentlichen Talkrunde des Grünen-Ortsverbands Fredenbeck am Montag, 20. April, ab 19.30 Uhr in der Windmühle Anna Maria in Mulsum über energiepolitische Themen. „Eine schöne Analogie: Windenergie früher trifft auf Windenergie heute“, sagt Markus Winter, Vorstandssprecher für die Grünen in Fredenbeck.
Erst Stade, dann Mulsum: Darum geht es im Bürgerdialog
Der Minister hat am Montag mehrere Termine im Landkreis. Zunächst berät er bei der Zukunftswerkstatt Küstenschutz mit Experten im Stader Kreishaus, wie Mensch und Landschaft vor Hochwasser an der Elbe geschützt werden. Außerdem hat er für die Stadt Stade einen Förderscheck dabei. Abends fährt er nach Mulsum.

Windenergie von damals trifft auf Windenergie von heute: In der Anna Maria diskutiert Christian Meyer am Montag unter anderem darüber, welchen Nutzen Windräder, Photovoltaikanlagen & Co für die Menschen in der Region haben und warum sie in Hinblick auf die Energiewende wichtig sind. Foto: Beneke (Archiv)
Winter und seine Partei seien mit Meyer immer mal wieder in Kontakt gewesen. Weil er vorher den Termin in Stade hat, habe Meyer dem Ortsverband signalisiert, dass er danach Zeit hat - so gibt es die Talkrunde in der Anna Maria. Die Windmühle bietet Platz für rund 50 Personen.
Der Vorstandssprecher freut sich auf einen „anderen Austauschcharakter“ als bei Talkrunden mit 300 Gästen, da es für interessierte Bürger die Chance gibt, den Umweltminister persönlich zu befragen.
Da in der Region viel auf Windenergie- und Photovoltaikanlagen gesetzt wird, soll es primär um die Energiewende und diese Fragen gehen: Was nützen den Fredenbeckern Windkraft und Photovoltaik wirklich? Welche Rolle spielen Speicherlösungen? Lohnt sich Bürgerenergie aktuell noch? Wie gelingt die Unabhängigkeit von Gas und teurem Sprit? Und wie gelingt der Ausstieg aus fossilen Energien?
Zur Person
Der 50-jährige Holzmindener und studierte Diplom-Sozialwirt Christian Meyer, der zwischen 2013 und 2017 Landwirtschaftsminister war, kam nach der letzten Landtagswahl 2022 ins Amt als Umweltminister.

Mit 14,5 Prozent der Zweitstimmen waren Christian Meyers Grüne bei der letzten Landtagswahl drittstärkste Kraft hinter SPD und CDU und verbuchten damit ihr Rekordergebnis bei Landtagswahlen. Das Parlament wird im Rot-Grün regierten Bundesland das nächste Mal im Herbst 2027 gewählt. Foto: Stefan Rampfel/dpa (Archiv)
Meyer sagte in einer Pressemitteilung seines Ministeriums im Januar, 2026 sei „ein entscheidendes Jahr für die Energiewende“. Diese und das Ziel, Niedersachsen bis 2040 klimaneutral zu machen, gelinge „nur mit einem weiteren Turbo beim Ausbau der erneuerbaren Energien“ und nicht mit einem „fossilen Rollback“.
Markus Winter wurde bei der Jahreshauptversammlung des Grünen-Ortsverbands Fredenbeck am 16. Februar zum Vorstandssprecher gewählt. Das Amt teilt er sich mit Christian Heise. Beide sind Nachfolger von Wolfgang Weh, der sich 30 Jahre lang bei den Grünen engagiert hat.
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