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Obstanbau

Roboter und KI im Obstbau auf Messe im Alten Land

Bei den norddeutschen Obstbautagen werden Innovationen vorgestellt.

Bei den norddeutschen Obstbautagen werden Innovationen vorgestellt. Foto: Patrick Pleul/dpa

Frucht trifft Innovation: Anbau und künstliche Intelligenz sind die Leitthemen der 76. norddeutschen Obstbautage im Alten Land. Das Wetter stellt die Veranstalter vor Herausforderungen.

Von dpa Mittwoch, 03.12.2025, 05:35 Uhr

Jork. 150 Aussteller kommen am Mittwoch und Donnerstag nach Jork ins Alte Land, um sich über innovative Projekte bei den norddeutschen Obstbautagen auszutauschen. Traditionell stehen in großen Zelten 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. „Die Zelte aufzubauen, ist eine absolute Herausforderung, wir haben mit der Witterung zu kämpfen“, sagt Matthias Görgens, stellvertretender Leiter der zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehörenden Obstbauversuchsanstalt Jork. Er erwartet 2.500 Besucher und Besucherinnen an den beiden Tagen. 

Zur Zukunftsbühne soll Halle 5 werden, ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der digitalen und KI-gestützten Präzisionslandwirtschaft. Gerade neue Aussteller wollen aufzeigen, wie moderne Technologien und künstliche Intelligenz den Obstbau in den kommenden Jahren verändern können. 

Projekt des „digitalen Zwillings“

So erstellt das Projekt Samson in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für jeden Obstbaum einen „digitalen Zwilling“, dabei fotografiert ein Kamerasystem die Früchte in den verschiedenen Stadien des Wachstums. Wie entwickelt sich die Blüte? Sind die Äpfel zu groß, gibt es zu viele, muss der Baum ausgedünnt werden? 

„Das ist schon ein Meilenstein“, erklärt Görgens. „Was man mit bildgebundenen Verfahren machen kann, da forscht man in der ganzen Welt dran.“ Das Forschungsprojekt im Alten Land bei Hamburg will den Obstanbau effizienter gestalten. Schädlinge besser erkennen und weniger Chemie einsetzen, sind weitere Ziele.

Roboter zeigen zudem, wie autonom fahrende Geräte zwischen den Bäumen Gras mähen. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg demonstriert einen Erdbeerpflückroboter. Da ersetzt die Maschine die Handarbeit. 

Mehr Anbau von Birnen geplant

Zu 90 Prozent werden in den 500 Betrieben zwischen Cuxhaven und Hamburg Äpfel angebaut. „Spezialisierung bietet Vorteile“, sagt Görgens. „Es gibt aber auch den Spirit, den Birnenanbau zu forcieren.“ Der deutsche Verbraucher wolle eigentlich auch eine deutsche Birne essen. So könne der kleine Anteil von drei Prozent an den 23 Millionen Obstbäumen möglicherweise in den nächsten Jahren etwas gesteigert werden.

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