AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Russischer Energiekonzern

Rote Zahlen: Gazprom verzeichnet für 2023 Milliardenverlust

Der russische Staatskonzern Gazprom schreibt erstmals seit Beginn der Jahrtausendwende rote Zahlen.

Der russische Staatskonzern Gazprom schreibt erstmals seit Beginn der Jahrtausendwende rote Zahlen. Foto: Stringer/dpa

Mehr als zwei Jahre nach Kriegsbeginn hat Gazprom seine Unternehmenszahlen für 2023 veröffentlicht - und die haben es in sich: Erstmals seit 1999 verbucht der russische Gasriese einen hohen Verlust.

Von dpa 02.05.2024, 21:10 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Moskau. Unter dem Eindruck des Angriffskriegs gegen die Ukraine hat der russische Energiekonzern Gazprom im vergangenen Jahr erstmals seit fast einem Vierteljahrhundert rote Zahlen geschrieben. Der Nettoverlust für das zweite Kriegsjahr 2023 belief sich auf rund 629 Milliarden Rubel (umgerechnet 6,4 Milliarden Euro), wie aus einem veröffentlichten Unternehmensbericht hervorgeht.

Nach einem Gewinn von 1,23 Billionen Rubel im Jahr 2022 hatten russische Analysten dem mehrheitlich staatlichen Gasriesen zunächst auch für 2023 einen - wenn auch deutlich kleineren - Gewinn vorhergesagt. 

Übereinstimmenden russischen Medienberichten handelt es sich um den ersten Nettoverlust, den Gazprom seit dem Jahr 1999 verzeichnet hat. In den Folgejahren war der Konzern profitabel. Der jetzige Einbruch dürfte sich maßgeblich durch die äußerst geringen Gas-Liefermengen nach Europa erklären lassen. Aus Protest gegen westliche Sanktionen hatte Moskau im Sommer 2022 selbst den Gashahn weitgehend zugedreht.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Erstes auffaltbares iPhone von Apple erwartet

Faltbare Smartphones waren bisher vor allem die Domäne von Samsung und anderen Anbietern von Geräten mit Googles Android-System. Jetzt steht laut Medienberichten Apple vor dem Einstieg in den Markt.

Heiße Theken und Imbisse in Geschäften boomen

Die klassische Gastronomie steckt vielerorts in der Krise und verliert Gäste. Gegessen wird trotzdem. Viele Menschen kaufen sich ihre Mahlzeiten zunehmend woanders, etwa beim Wocheneinkauf.