Rückschlag im Spitzenspiel: Amerikaner lässt den VfL Stade verzweifeln
Kerem Baysalli war der beste Schütze des VfL Stade. Foto: Struwe (Archiv)
Im Kampf um die Play-offs hat der VfL Stade einen herben Rückschlag erlitten. Jetzt konzentriert sich der Regionalligist auf die anstehenden Heimspiele.
Stade. Im Spitzenspiel beim direkten Mitkonkurrenten TuS Bramsche erlitt die Mannschaft von VfL-Coach Joan Rallo Fernández ein schmerzhaftes 67:83 (33:39) und liegt nach der zehnten Saisonniederlage punktgleich mit den Red Devils auf Rang fünf.
Wie aus dem Umfeld des Teams zu hören war, hatten sich die Stader absolut auf die so wichtige Partie konzentriert und wollten die große Chance, die sich in Bramsche bot, mit aller Macht auch nutzen. Es kam anders und das Drama hatte auch einen Namen: Boston Henry Stanton III. Der 22-jährige und knapp zwei Meter große US-Boy der Gastgeber verdarb dem VfL die Punkte-Party.
VfL bekommt Amerikaner nicht in den Griff
„Wir hatten viele Probleme, ihn zu verteidigen und konnten nicht so viel gegen ihn ausrichten. Er war fantastisch“, musste Stades Cheftrainer neidlos anerkennen. Der Amerikaner machte 29 Punkte und traf bei sieben von neun Versuchen jenseits der Drei-Punkte-Linie und avancierte zum Joker. Eine Wurf-Quote von 78 Prozent.
Verrückte Statistik
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Was Bramsche aus der Distanz nahezu perfekt gelang, wollte auf Stader Seite nicht funktionieren. Kerem Baysalli, sonst ein verlässlicher Dreier-Spezialist, kam auf vier Treffer bei elf Versuchen. Die Hausherren ließen den Stader Gästen nicht den Raum, um aus der Entfernung zum Zug zu kommen. Das fehlende Wurfglück gesellte sich noch hinzu.
Stade geht geschwächt in die Partie
Marvin Boadu und Florian von Allwörden gingen durch eine Erkältung geschwächt in die Partie. Kapitän Nil Angelats ist weiterhin verletzt. Personell keine guten Voraussetzungen. Trotzdem versuchten die Akteure auf dem Parkett alles, um die Bramscher Dominanz von Beginn an einzuschränken.
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Schnell zog die Mannschaft aus dem Landkreis Osnabrück auf 20:10 (7.) und 35:27 (18.) davon. Immer wenn der VfL wieder auf zwei Punkte herankam oder sogar 43:42 (24.) führte, gab Bramsche richtig Gas. Eine Minute der gesamten Partie lagen die Stader nur vorne.
Coach Fernández setzt auf die Heimspiele
„Wir hatten in den vergangenen zwei Heimspielen eine ganz besondere Atmosphäre im Sportcampus. Eine Play-off-Stimmung. Die müssen wir in den nun folgenden vier Heimspielen gegen Oldenburg, Bergedorf, Bargteheide und Wolfenbüttel beibehalten“, sagte Fernández.
Auch Bramsche und vielleicht sogar noch Bergedorf müssen erst einmal das schaffen, was der VfL-Coach als Ziel für die kommenden vier Wochen, inklusive eines Doppelspieltages innerhalb von 24 Stunden, bereits mantramäßig ausgegeben hat: „Gewinnen, gewinnen, gewinnen, gewinnen!“
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VfL-Punkte: Baysalli 16, Drochner 14, Wuttke 13, von Allwörden 12, Bergmann 5, Boadu 5, Iturria 2.
Nächstes Spiel: VfL Stade - Oldenburger TB (Samstag, 7. März, 19.30 Uhr)
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