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Rüstungsunternehmen FFG expandiert - Spatenstich für Neubau

Symbolischer erster Spatenstich für das FFG-Werk.

Symbolischer erster Spatenstich für das FFG-Werk. Foto: Birgitta von Gyldenfeldt/dpa

Mit dem neuen Werk 3 vergrößert das Flensburger Rüstungsunternehmen FFG seine Produktionsfläche. Nun war der symbolische Spatenstich. Was das für die Region und die Verteidigungsfähigkeit bedeutet.

Von dpa Freitag, 06.02.2026, 16:20 Uhr

Flensburg/Handewitt. Das Flensburger Rüstungsunternehmen FFG hat offiziell mit dem Bau eines neuen Werkes begonnen. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich für das Werk 3 setze die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) ein klares Zeichen für Wachstum, Zukunftssicherheit und den weiteren Ausbau ihrer industriellen Fähigkeiten, teilte das Unternehmen mit. 

An der Veranstaltung in Handewitt bei Flensburg nahmen unter anderem Ministerpräsident Daniel Günther und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, teil. 

Werk 3 als zentrales Zukunftsprojekt

Der Sprecher der FFG-Gesellschafter, Norbert Erichsen, betonte das langfristige Bekenntnis der FFG zur Region: „Mit dem neuen Werk entwickeln wir uns als FFG auf allen Ebenen weiter. Es ist eine sehr langfristige Investition – in unsere Fähigkeiten, in hochwertige Arbeitsplätze und in den Standort Schleswig-Holstein.“ 

Werk 3 ist ein zentrales Zukunftsprojekt des Rüstungsunternehmens. Im ersten Bauabschnitt entstehen ein fünfgeschossiges Verwaltungsgebäude, zwei Fertigungshallen sowie eine Logistikhalle mit automatisiertem Hochregallager. Die Produktion soll im Frühjahr 2027 aufgenommen werden.

General Breuer sagte, es sei wichtig, der massiven russischen Aufrüstung und Aggression etwas entgegenzusetzen. Und zwar gemeinsam als Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Man müsse zusammen kriegstüchtig werden, zusammen wehrhaft sein. „Die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft setzt hier mit dem Bau des neuen Werkes 3 jetzt einen klaren Akzent.“ 

Angesichts der Bedrohungslage sei Zeit ein wichtiger Faktor. Er lobte daher die kurze Zeit, die die FFG von der Planung bis zum ersten Spatenstich gebraucht habe. „Ich gebe zu, davon können sich viele in Deutschland eine Scheibe abschneiden.“ 

Günther: „Nehmen unsere Sicherheit in die eigene Hand“

 Auch Ministerpräsident Daniel Günther (CSU) nannte den ersten Spatenstich ein „starkes Zeichen für den Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeit“. Das Unternehmen stehe beispielhaft für die schleswig-holsteinische Wehrtechnik. 

Die Erweiterung zeige, „dass wir unsere Sicherheit und Verteidigung in die eigene Hand nehmen“, betonte Günther. Die FFG werde unter anderem zusammen mit dem finnischen Rüstungskonzern Patria rund 300 Transportpanzer für die Bundeswehr bauen. 

Der FFG-Neubau sei aber auch ein wichtiges Signal für den Industriestandort Flensburg und Schleswig-Holstein, sagte Günther. Die FFG investiere viel Geld, verdopple ihre Produktionsfläche und stelle neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. 

Seit 1963 Partner der Bundeswehr 

Die FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft ist eigenen Angaben zufolge ein führendes, international agierendes Systemhaus der Verteidigungsindustrie und seit 1963 Partner der Bundeswehr. Neben der Instandsetzung von Fahrzeugen und Baugruppen gehören heute die Entwicklung, Herstellung und Modernisierung von Ketten-, Rad- und Sonderfahrzeugen zu den Kernkompetenzen.

Das Unternehmen FFG braucht mehr Platz und baut eine neue Produktionsstätte. (Archivbild)

Das Unternehmen FFG braucht mehr Platz und baut eine neue Produktionsstätte. (Archivbild) Foto: Frank Molter/dpa

Damit soll die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden. Die Produktion soll 2027 starten. (Archivbild).

Damit soll die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden. Die Produktion soll 2027 starten. (Archivbild). Foto: Frank Molter/dpa

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