Schwere Unglücke: Sturz mit E-Bike, von Pferdekutsche überrollt
Auch ein Rettungshubschrauber war bei den Unfällen vor Ort. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Ein Ausweichmanöver in einer Radfahrergruppe im Norden endet für einen 87-Jährigen tödlich. In der Lüneburger Heide scheut ein Pferd - mit dramatischen Folgen.
Nieby. Bei dem Versuch, ein aufgescheuchtes Kutschpferd zu stoppen, ist eine Frau in der Gemeinde Nahrendorf (Landkreis Lüneburg) von ihrer eigenen Kutsche überrollt worden. Die 67 Jahre alte Kutscherin wurde dabei am Kopf verletzt, erlitt Schwellungen und brach sich einen Fuß, wie die Polizei mitteilte. Die Verletzte wurde vorsorglich mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Lüneburg gebracht.
Zuvor hatte das Pferd, das die Kutsche zog, auf einem Waldweg am Sonntag gescheut. Warum es dazu kam, ist nicht bekannt. Drei Fahrgäste, die mit der Kutscherin in der Kutsche fuhren, konnten nach Angaben der Polizei von dem Fahrzeug abspringen. Sie blieben unverletzt.
Senior kommt bei Sturz von E-Bike ums Leben
Ein Senior ist in Nieby (Landkreis Schleswig-Flensburg) mit seinem E-Bike gestürzt und ums Leben gekommen. Der 87-Jährige hatte einen Sandweg im Naturschutzgebiet Geltinger Birk befahren, als ihm in einer Kurve eine Gruppe von Radfahrern entgegenkam, wie die Polizei mitteilte. Der Senior und ein 8-jähriges Mädchen, das an der Spitze der Gruppe fuhr, wichen einander aus und bremsten. Eine Kollision blieb aus.
Doch beim Bremsen verlor der Mann die Kontrolle über sein Elektrofahrrad und stürzte über den Lenker. Nach dem Sturz war er laut Polizei nicht mehr ansprechbar. Ersthelfer und Rettungskräfte leiteten sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein, doch der Mann starb noch am Unfallort. Neben einem Rettungswagen war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz.
Autofahrerin rettet schwer gestürzten E-Scooter-Fahrer
Eine aufmerksame Autofahrerin hat bei Lilienthal (Landkreis Osterholz) einem gestürzten und schwer verletzten E-Scooter-Fahrer geholfen. Die Frau hatte den E-Scooter-Fahrer am frühen Sonntagmorgen auf einem Radweg an einer Kreisstraße liegen gesehen und angehalten, wie die Polizei mitteilte. Der 19-Jährige war den Angaben zufolge zuvor aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem E-Scooter gestürzt. Dabei erlitt er lebensbedrohliche Kopfverletzungen.
Die Autofahrerin alarmierte den Rettungsdienst und leistete nach Polizeiangaben zusammen mit einem weiteren Helfer Erste Hilfe. Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten in eine Klinik nach Hannover.
Die Polizei nahm den Unfall zum Anlass, um auf einen Helmschutz hinzuweisen. Zwar bestehe für Fahrerinnen und Fahrer von E-Scootern keine gesetzliche Helmpflicht, teilten die Beamten mit. Das Tragen eines Helms könne das Risiko schwerer Kopfverletzungen aber deutlich reduzieren. Der 19 Jahre alte E-Scooter-Fahrer trug zum Unfallzeitpunkt laut der Polizei keinen Helm.
Tödliche Unfälle mit E-Scooter und Motorrad in Hamburg
Zwei Männer sind in Hamburg nach unterschiedlichen Verkehrsunfällen im Krankenhaus gestorben. Beide stürzten im Straßenverkehr, ohne dass weitere Verkehrsteilnehmer beteiligt waren, wie die Polizei mitteilte.
Ein 43 Jahre alter Mann war demnach am Freitagnachmittag mit einem E-Scooter in Hamburg-Eißendorf unterwegs, als er auf der Weinligstraße stürzte und sich dabei lebensgefährlich am Kopf verletzte. Er wurde von einem Notarzt am Unfallort versorgt, erlag im Krankenhaus am Wochenende aber seinen schweren Verletzungen. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.
Am Sonntagnachmittag verunglückte dann ein Motorradfahrer in Hamburg-Billbrook: Den Angaben der Polizei zufolge fuhr der 40-Jährige auf dem Unteren Landweg in Richtung Andreas-Meyer-Straße, als er auf die Grünfläche am Straßenrand stürzte. Er wurde unter Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus geliefert, wo er kurz darauf verstarb. Auch bei diesem Unfall blieb zunächst unklar, wie es dazu kommen konnte.
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