Stadtverwaltung: Keine Lollitests mehr in Stader Kitas
In Stader Kitas gehören sie der Vergangenheit an: Lollitests. Foto: Peter Kneffel/dpa
Die SPD-Fraktion im Stader Rat will die Lollitests für Kindergärten zurück. Die Stadtverwaltung macht allerdings wenig Hoffnung, dass diese Testform im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie wieder eingeführt werden könnte. Gleich mehrere Argumente sprechen gegen die Lollitests.
Zwar übernehme das Land Niedersachsen pro Woche und Kind drei Antigenschnelltests, schließlich gilt ab 15. Februar Testpflicht auch an Kitas, aber es wird sich wohl um Nasenabstrichtests handeln, denen eine größere Sicherheit nachgesagt wird. Zurzeit stellt das Land nur diese Form zur Verfügung.
Der Landkreis prüft derzeit, ob er für den kommunalen Verbund Lollitests bestellt, die dann später vom Land bezuschusst oder bezahlt werden. Die Stadt selbst sei nicht förderwürdig, müsste also die Lollitests selbst bezahlen.
Ein Lollitest kostet vier Euro – Preis steigend
Die kosteten zuletzt 4 Euro pro Stück. Bei 4500 Tests pro Woche für die Elementarkinder würden Kosten von gut 18 000 Euro anfallen, also im Monat etwa 73 000 Euro. Diese Kosten seien im Haushalt nicht eingepreist, zumal die Preise für die Test eher steigen werden.
Durch das zeitaufwendige Ausschreibungsverfahren kämen die Lollitests womöglich erst in Stade an, wenn das Pandemiegeschehen schon wieder abgeflacht ist. Außerdem habe sich der Nasenabstrich mittlerweile auch bei den Kleinen eingespielt.
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