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Prozessbeginn

Totes Baby in Gefrierfach gesteckt - Mutter vor Gericht

Das Gericht muss klären, ob die Angeklagte zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen ist. (Illustration)

Das Gericht muss klären, ob die Angeklagte zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen ist. (Illustration) Foto: Focke Strangmann/dpa

Im Kühlschrank einer 33-Jährigen finden Angehörige ein totes Baby. Die Mutter steht nun wegen Totschlags durch Unterlassen in Verden vor Gericht.

Von dpa Montag, 16.02.2026, 11:30 Uhr

Verden. Eine Mutter soll ihr totes Neugeborenes ins Gefrierfach ihres Kühlschranks gelegt haben. Ab dem kommenden Montag (23. Februar) steht die 33-Jährige wegen Totschlags durch Unterlassen vor dem Landgericht Verden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Kind zwischen September und Ende Oktober 2024 lebend geboren wurde. Weil es jedoch keine notwendige medizinische Hilfe erhalten habe, sei es gestorben. 

Nach dem Tod habe die Frau das Kind im Kühlschrank in ihrer Wohnung in Achim gelagert. Dafür soll sie es in einen leeren Pizzakarton gelegt haben. 

Angehörige entdeckten den toten Säugling schließlich im Frühjahr 2025 und informierten die Polizei. Der Leichnam wurde obduziert, dem Ergebnis zufolge kam das Kind lebend zur Welt. Die Polizei nahm die Mutter fest, es wurde Haftbefehl erlassen. Seitdem befindet sie sich in Untersuchungshaft. 

Das Gericht muss prüfen, ob die Angeklagte wegen Drogenkonsums zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Es sind zunächst fünf Verhandlungstermine angesetzt. Das Urteil soll Ende März verkündet werden.

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