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Handelskonflikt

Trump: Indien zu Zugeständnissen im Handelskonflikt bereit

Indien hat nach Angaben von Donald Trump angeboten, alle Zölle auf US-Einfuhren fallen zu lassen.

Indien hat nach Angaben von Donald Trump angeboten, alle Zölle auf US-Einfuhren fallen zu lassen. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Seit Wochen führen die USA mit Partnern in aller Welt Gespräche über Handelsvereinbarungen, auch mit Indien. Die Regierung dort hat nach Angaben von Donald Trump ein großes Entgegenkommen angeboten.

Von dpa Donnerstag, 15.05.2025, 11:30 Uhr

Doha/Abu Dhabi. Indien hat den Vereinigten Staaten im Handelskonflikt nach Angaben von Präsident Donald Trump große Zugeständnisse angeboten. „Sie sind bereit, uns buchstäblich keinen Zoll zu berechnen“, sagte Trump bei einem Besuch in Katar mit Blick auf die Einfuhr von US-Waren nach Indien. Konkreter äußerte sich der 78-Jährige aber nicht dazu, wo genau die Verhandlungen beider Staaten stehen. 

Die Hintergründe

Trump hatte Anfang April mit einem gewaltigen Zollpaket Handelspartnern auf aller Welt den Kampf angesagt - als Reaktion auf Sonderabgaben für die Einfuhr von US-Produkten und Handelsbarrieren für amerikanische Firmen in den jeweiligen Ländern. Die US-Regierung verhängte Sonderabgaben in unterschiedlicher Höhe gegen die verschiedenen Staaten, auch gegen Indien. Angesichts großer Turbulenzen an den Märkten setzte Trump die Sonderzölle kurz darauf zum Großteil jedoch wieder für 90 Tage aus. Seitdem bemüht sich die Trump-Regierung in Gesprächen mit den einzelnen Ländern, Handelsvereinbarungen zu schließen. 

Bedeutung des Handelspartners Indien 

Für die USA ist die fünftgrößte Volkswirtschaft nicht nur ein wichtiger Abnehmer US-amerikanischer Rüstungsgüter und anderer Waren, sondern auch ein wichtiger Partner bei ihrem Versuch, den wachsenden Einfluss Chinas in der indopazifischen Region einzudämmen. Die USA sind Indiens größter Handelspartner. Auch einzelne US-Unternehmen setzen auf das Land: Apple will Medienberichten zufolge wegen der hohen US-Zölle gegen China die iPhones für den US-Heimatmarkt künftig verstärkt aus Indien statt China liefern.

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