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Krieg in der Ukraine

USA und Ukraine stehen kurz vor Rohstoffdeal

Nach monatelangen Verhandlungen stehen Washington und Kiew anscheinend kurz vor dem Abschluss eines Abkommens über den gemeinsamen Abbau von Rohstoffen. (Symbolbild)

Nach monatelangen Verhandlungen stehen Washington und Kiew anscheinend kurz vor dem Abschluss eines Abkommens über den gemeinsamen Abbau von Rohstoffen. (Symbolbild) Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Wochenlang wurde verhandelt und teils öffentlich gestritten. Nun scheinen die USA und die Ukraine einer Unterzeichnung sehr nahe zu sein.

Von dpa Mittwoch, 30.04.2025, 20:10 Uhr

Kiew/Washington. Die USA und die Ukraine stehen kurz vor der Unterzeichnung eines lange diskutierten Rohstoffabkommens. „Sobald alle abschließenden Details ausgearbeitet sind, dann wird das Abkommen bald, wie ich hoffe, innerhalb des nächsten Tages unterzeichnet und wir machen den ersten Schritt“, sagte Ministerpräsident Denys Schmyhal im ukrainischen Nachrichtenfernsehen. 

US-Finanzminister Scott Bessent sagte in Washington bei einer Kabinettssitzung, die amerikanische Seite sei bereit zur Unterzeichnung noch im Laufe des Mittwochs (Ortszeit), sofern Kiew dazu auch bereit sei. 

Von der ukrainischen Regierung hatte es geheißen, Vizeregierungschefin Julia Swyrydenko sei auf dem Weg nach Washington. Zuvor hatten US-amerikanische und ukrainische Medien bereits unter Berufung auf eigene Quellen über die bevorstehende Unterzeichnung berichtet.

Der schwierige Weg zu einer Vereinbarung

Verhandlungen über das Abkommen liefen bereits seit Februar und standen nach einem Eklat im Weißen Haus zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump kurz vor dem Scheitern. Die USA sollen damit einen privilegierten Zugang zu ukrainischen Ressourcen erhalten, unter anderem zu Metallen der seltenen Erden. 

Die Ukraine erhofft sich aus den Gewinnen Mittel für den Wiederaufbau des vom Krieg gezeichneten Landes. Vor dem Inkrafttreten muss das ukrainische Parlament das Papier noch ratifizieren.

Trump sagte, die Ukraine habe eine Menge seltene Erden. Und das Land würde auch von einer „amerikanischen Präsenz“ beim Abbau der Rohstoffe profitieren, argumentierte er. Denn die halte „böse Akteure“ fern. 

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russische Invasion. Die USA sind nach dem Amtsantritt von Trump nicht mehr bereit, das Land ohne Gegenleistung zu unterstützen.

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