Zähl Pixel
Straßenverkehr

Umfrage: Über Drängler ärgern sich Autofahrer am meisten

Drängler und eine aggressive Fahrweise stören am meisten. (Symbolbild)

Drängler und eine aggressive Fahrweise stören am meisten. (Symbolbild) Foto: Kay Nietfeld/dpa/dpa-tmn

Drängler, Lichthupe, Parkplatzstress: 98 Prozent der Autofahrerinnen und -fahrer platzt beim Fahren auch mal der Kragen. Was sie besonders ärgert, zeigt eine aktuelle Befragung.

Von dpa Samstag, 25.04.2026, 05:40 Uhr

Heidelberg. Ob auf dem Land oder in der Großstadt: Drängler und aggressive Fahrer sind laut einer Umfrage auf deutschen Straßen am unbeliebtesten. Dafür wurden 1.006 Autobesitzerinnen und -besitzer gefragt, worüber sie sich beim Autofahren am meisten ärgern. Die Befragten konnten mehrere Antworten auswählen. 

Im Straßenverkehr drängeln und zu dicht auffahren – das störte mit 44 Prozent die deutschen Autofahrerinnen und -fahrer demnach am meisten. Fahrerinnen ärgerten sich darüber mit rund 47 Prozent mehr als männliche Befragte mit 41 Prozent. Mit rund 43 Prozent fast genauso unbeliebt: Eine aggressive Fahrweise, die sich unter anderem durch grundloses Hupen, riskante Überholmanöver oder wildes Gestikulieren auszeichnet. 

Auch Parken führt zu Verdruss 

Am Ziel angekommen ist es mit dem Ärger oft nicht vorbei: Rund 30 Prozent der befragten Autobesitzerinnen und Autobesitzer empfinden die Parkplatzsuche und andere Probleme beim Parken – etwa wenn ein anvisierter Parkplatz weggeschnappt wird – als größtes Ärgernis. 

Für Autobesitzer in Großstädten führt das laut Umfrage zu mehr Verdruss: Rund 35 Prozent der Befragten empfinden das Parken als mitunter größten Störfaktor. In kleineren Städten und auf dem Land sind es hingegen rund 28 Prozent. 

Auch ist der Geschlechterunterschied hier am größten: Während rund 36 Prozent der Fahrerinnen die Parkplatzsuche als größtes Ärgernis ankreuzten, waren es unter den befragten Fahrern nur rund 24 Prozent. 

Kaum einer ärgert sich nicht 

Weitere Gründe für Ärger sind laut Umfrage, wenn keine Rettungsgasse gebildet würde (28,2 Prozent), wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer die Vorfahrtsregeln missachte (24,2 Prozent) oder Fahrradfahrer (21,4 Prozent). 

Nur insgesamt 24 Befragte und damit 2,4 Prozent gaben an, sich im Straßenverkehr nie zu ärgern. 

Für die nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage im Auftrag von Verivox hatte das Marktforschungsinstitut Innofact Ende Januar 2026 in einer Online-Umfrage insgesamt 1.006 erwachsene Autobesitzer befragt.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Hat die Zuckersteuer jetzt eine Chance?

Beim Kampf gegen Übergewicht und Diabetes sind Preisaufschläge für gesüßte Getränke ein Reizthema. Lange war die Debatte blockiert. Nun steht die Frage auf der aktuellen Agenda - Ausgang offen.

Viel Wal-Drama in Deutschland - anderswo nicht

Manche Menschen in Deutschland verfolgen jeden Tag intensiv, wie es um den gestrandeten Wal steht. Andernorts wird nur wenig berichtet - auch, weil dort regelmäßig Wale stranden und sterben.

Unklare Lage bei Verhandlungen um Iran-Konflikt

Verwirrung um Gespräche zwischen dem Iran und den USA: Während Washington von Verhandlungen spricht, dementiert Teheran direkte Treffen. Kanzler Merz will den Iranern ein Lockangebot machen.

Wal-Hilfsteam muss am Rettungskonzept feilen

Die praktischen Vorbereitungen für den Abtransport des Buckelwals in einem großen, wassergefüllten Kahn in Richtung Nordsee laufen. Heute sollen die offenen Fragen der Behörden geklärt werden.