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Kfz-Versicherung

Unwetterschäden an Fahrzeugen in Schleswig-Holstein halbiert

Im Vergleich zu 2024 sank die Zahl der Unwetterschäden an Autos. (Archivbild)

Im Vergleich zu 2024 sank die Zahl der Unwetterschäden an Autos. (Archivbild) Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Sturm und Hagel trafen 2025 weniger Autos in Schleswig-Holstein – trotzdem warnt die Versicherungswirtschaft: Ein einzelnes Unwetter kann alles ändern. Auch bundesweit sanken die Kosten durch Schäden.

Von dpa Montag, 13.04.2026, 04:05 Uhr

Kiel/Berlin. Unwetter haben im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein sehr viel weniger Schäden an Autos angerichtet als im Vorjahr. Insgesamt zahlten die Versicherer deswegen im nördlichsten Bundesland rund fünf Millionen Euro an ihre Kunden, wie der Branchenverband GDV mitteilt. Das ist weniger als die Hälfte der 12 Millionen Euro an versicherten Schäden durch Sturm, Hagel und Blitz im Vorjahr. 

Der Rückgang in Schleswig-Holstein fiel dabei etwas stärker aus als bundesweit. Unter anderem, weil die Schäden in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegen den Trend stiegen. Deutschlandweit sank die Schadenssumme von 1,2 Milliarden auf 650 Millionen Euro. Die bundesweiten Zahlen enthalten allerdings auch Schäden durch Überschwemmungen.

Die Statistik erhebt nur versicherte Schäden - also von Autos mit Teil- oder Vollkaskoversicherung. Diese ist nicht verpflichtend, weswegen längst nicht alle Autos damit versichert sind. Die insgesamt entstandenen Schäden dürften daher ein gutes Stück höher sein. Es ist aber davon auszugehen, dass sich auch in dieser Zahl ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigt.

Ein einziges schweres Unwetter kann die Schadenbilanz drehen

„Bundesweit wurden rund 190.000 Schäden an Kraftfahrzeugen durch Naturgefahren gemeldet“, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Der Rückgang dürfe allerdings nicht überbewertet werden. „Ein einziges schweres Unwetter in einer Region kann die Schadenbilanz schnell drehen.“

Wie volatil die Schäden sind, zeigt sich besonders drastisch in Baden-Württemberg. Dort gab es 2025 Schäden von 148 Millionen Euro. Noch 2024 waren es nach starken Unwettern 530 Millionen Euro gewesen.

In Schleswig-Holstein wurden 2025 rund 2.000 Schäden durch Unwetter an Fahrzeugen an die Versicherungen gemeldet. Auch das war ein Rückgang. 2024 waren es noch etwa 4.500 gewesen. Grund dafür war laut GDV ein vergleichsweise mildes Unwetterjahr.

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