Verdi ruft in Hameln zu Warnstreik bei der Postbank auf
Bei der Postbank läuft seit Mitte Juni bundesweit die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik. (Archibild) Foto: Andreas Arnold/dpa
Noch läuft die Urabstimmung über einen bundesweiten unbefristeten Streik. In Hameln kommt es schon morgen zu einem ganztägigen Ausstand.
Hannover/Hameln. Bei der Postbank läuft noch bis Anfang Juli die Urabstimmung über einen bundesweiten unbefristeten Streik. Bereits vor Abschluss der Abstimmung ruft die Gewerkschaft Verdi in Hameln nun zum befristeten Ausstand: Am morgigen Donnerstag soll es dort zum ganztägigen Warnstreik kommen, teilte Verdi mit.
Hameln ist Sitz der Postbank-Tochter BHW. Die Bausparkasse war 2006 von der Postbank übernommen worden. Während des Warnstreiks ist am Donnerstag um 9 Uhr eine Kundgebung vor der BHW-Zentrale geplant.
Mit der Aktion will die Gewerkschaft für die Teilnahme an der seit 17. Juni laufenden Urabstimmung werben. Bis 3. Juli lässt Verdi darüber abstimmen, ob es bei der Postbank, die zur Deutschen Bank gehört, zum unbefristeten Streik kommen soll. Nötig wäre eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent.
Vierte Verhandlungsrunde in Berlin geplant
Zuvor hatte die Gewerkschaft die Tarifgespräche nach der dritten Verhandlungsrunde für gescheitert erklärt. Am 30. Juni soll es laut Verdi aber noch vor Abschluss der Urabstimmung eine vierte Verhandlungsrunde in Berlin geben.
Verdi fordert für die Beschäftigten der Postbank acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro pro Monat. Auszubildende sollen 200 Euro mehr bekommen. Zudem will Verdi eine Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung zum Beispiel im Bereich Künstliche Intelligenz erreichen.