Zähl Pixel
Haus an der Abbruchkante

Vorbereitungen für Abriss von Haus Seeblick

Die Stadt Lübeck will das Haus Seeblick am Steilufer abreißen lassen.

Die Stadt Lübeck will das Haus Seeblick am Steilufer abreißen lassen. Foto: Marcus Golejewski/dpa

Für den Abriss des Hauses Seeblick in Travemünde laufen die Vorbereitungen. Der Eigentümer will sich damit nicht abfinden und plant weitere rechtliche Schritte.

Von dpa Donnerstag, 19.02.2026, 06:00 Uhr

Travemünde. Für den von der Stadt Lübeck geplanten Abriss des Hauptgebäudes des Hauses Seeblick direkt an der Abbruchkante des Brodtener Steilufers in Travemünde haben Vorbereitungen begonnen. Das Gebäude müsse von Versorgungsleitungen getrennt und entkernt werden, sagte eine Stadtsprecherin. Die vorbereitenden Maßnahmen sollen etwa eine Woche dauern. Am Gebäude sind Zäune aufgestellt worden.

Weil die Abbruchkante des Brodtener Ufers immer weiter an das Gebäude herangerückt war, hatte die Stadt Lübeck im Februar 2024 die Nutzung als Jugendfreizeitheim untersagt. Der am Gebäude vorbeiführende Wanderweg wurde im Februar 2025 gesperrt.

Die Vorbereitungen dafür laufen.

Die Vorbereitungen dafür laufen. Foto: Marcus Golejewski/dpa

Eilantrag vom Eigentümer abgelehnt

Das Verwaltungsgericht Schleswig hatte per Eilverfahren einen Antrag des Eigentümers abgelehnt. Dieser wollte erreichen, dass ihm die Kosten für den Abriss nicht in Rechnung gestellt werden. Damit hatte der Eigentümer laut dem Gericht keinen Erfolg, da er bereits im September 2025 mit Ordnungsverfügung aufgefordert worden war, das Wohngebäude bis Ende des Jahres abzureißen. Dieser Aufforderung sei er nicht nachgekommen, obwohl die Stadt die Beseitigungsanordnung für sofort vollziehbar erklärt habe.

Da der Antragsteller keinen Eilantrag gegen die Anordnung gestellt hatte, waren die Voraussetzungen für den geplanten Abriss durch die Stadt erfüllt, wie es hieß. Daran ändere auch sein Antrag gegen die Maßnahme nichts. Zudem hätte ein weiteres Zögern die Gefahr eines Schadens erhöht. Wie der Eigentümer, der seinen Namen nicht nennen wollte, per E-Mail der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, beabsichtigt er, weitere Rechtsmittel einzulegen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

T Mit 18 Jahren der jüngste Busfahrer der Wesermarsch

Als Sechsjähriger stand Kennet Hoppstock im Büro des Geschäftsführers der Verkehrsbetriebe und sagte: „Ich möchte gerne Busfahrer werden.“ Nun ist der junge Mann in seinem Traumjob angekommen. Wie ging das?

CDU lehnt Limosteuer ab

Gesundheitsexperten fordern im Kampf gegen Übergewicht und Diabetes seit längerem eine Abgabe auf gezuckerte Limos und Colas. Eine Initiative dafür fiel beim Parteitag der CDU durch.