Zähl Pixel
Repräsentative Befragung

Weniger Jugendliche sorgen sich um Klimawandel

2019 gingen regelmäßig tausende Schülerinnen und Schüler für Fridays For Future auf die Straße. (Archivbild)

2019 gingen regelmäßig tausende Schülerinnen und Schüler für Fridays For Future auf die Straße. (Archivbild) Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Jugendliche fürchten den Klimawandel weniger – obwohl Europa immer öfter von Hitzewellen, Dürren und Waldbränden getroffen wird. Was steckt hinter dem Sinneswandel?

Von dpa Freitag, 01.05.2026, 06:05 Uhr

Berlin. Das Thema Klimawandel ist Jugendlichen laut einer repräsentativen Befragung weniger wichtig als noch vor ein paar Jahren. 2025 hielten nur noch rund vier von zehn Jugendlichen das Thema für sehr wichtig – 2021 waren es noch rund sechs von zehn, wie eine Befragung des Sinus-Instituts im Auftrag der Krankenkasse Barmer ergeben hat, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gleichzeitig steigt der Anteil derer, die das Thema als unwichtig bewerten von 9 Prozent (2021) auf 17 Prozent (2025).

Für die Studie wurden zwischen dem 16. Oktober und dem 20. November bundesweit online 2.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt.

Die große Angst vor dem Klimawandel ist unter Jugendlichen seltener geworden: 2025 sagte knapp ein Drittel der Jugendlichen (31 Prozent), sie hätten persönlich große Angst vor dem Klimawandel. 2021 waren es noch 39 Prozent. Gleichzeitig gaben 22 Prozent an, keine Angst zu haben (2021: 14 Prozent). Fast die Hälfte (47 Prozent) beschrieb gemischte Gefühle – unverändert zu 2021.

Auch wenn das Thema bei Jugendlichen scheinbar an Bedeutung verliert – entspannt hat sich die Lage in keinster Weise. Im Gegenteil: Der Klimawandel zeigt sich in Europa immer deutlicher: Der Kontinent heize sich seit den 1980er Jahren doppelt so schnell auf wie die Welt als Ganzes, sagte die Chefin der Weltwetterorganisation, Celeste Saulo, bei der Vorstellung eines Berichts über den Zustand des Klimas. Europa erlebte 2025 unter anderem einen enormen Rückgang der Schnee- und Eisbedeckung, Dürren, Hitzewellen, Waldbrände und Meereserwärmung, vieles davon auf Rekordniveau.

J
Jochen Mextorf
01.05.202606:58 Uhr

Angst vor unfähigen Politikern, die diesen Staat "in die Grütze" fahren, ist angebracht. "Klimawandel" ist bedingt durch die Energie der Sonne, mit einigen Nebenaspekten. Das Kohlenstoffdioxid ist nicht die Ursache. Ein Rückblick in die Geschichte des Klimas lässt erkennen, dass Änderungen schon immer vorkamen. (Pfister > Wetternachhersage < 500 Jahre Klimavariationen und Naturkatastrophen 1999)
Kein Staat der Welt, außer der BRD, macht diesen irren und kostspieligen CO2-Zirkus mit. Bei Ötzi waren die Gletscher auch verschwunden.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

US-Präsident Trump empfängt Artemis-Astronauten

Noch während ihrer Mondmission hatte der US-Präsident die vier Artemis-Astronauten ins Weiße Haus eingeladen - und jetzt kamen sie ins Oval Office. Trump zeigt dabei ebenfalls Raumfahrt-Ambitionen.

Papst Leo XIII. mit eigenem Asteroiden

Der Namensvetter des heutigen Pontifex ist für seine Soziallehre bekannt. Jetzt kreist ein Gestein mit seinem Nachnamen um die Sonne. Die Ehre wurde auch schon einem deutschen Papst zuteil.