09.12.2019, 01:01
Großbrand vernichtet Reetdachhaus in Neuland
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NEULAND. Am späten Sonntagabend ist in Neuland in reetgedecktes Fachwerkhaus in Flammen aufgegangen. Als Nachbarn das Feuer bemerkten, brannte das Wohngebäude bereits lichterloh. 150 Freiwillige kämpften bis in die frühen Morgenstunden gegen das Inferno.

Die Eigentümer waren seit einigen Monaten dabei, das Reetdachhaus an der Straße Seemoor in Neuland aufwendig zu sanieren. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs am späten Sonntagabend stand das Gebäude den ersten Informationen der Einsatzkräfte zufolge leer. Gegen 22.30 Uhr hatten Anwohner den Feuerschein bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Da loderten die Flammen bereits lichterloh und der Dachstuhl stürzte ein. Das Feuer war aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen.

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises alarmierte um 22.32 Uhr die Feuerwehren aus Neuland, Engelschoff, Himmelpforten, Großenwörden, Breitenwisch, Groß Sterneberg und Hammah. Zur Unterstützung kamen auch der bei der Feuerwehr Fredenbeck stationierte Schlauchwagen der Kreisfeuerwehr sowie die Drehleiter vom Zug II der Stader Feuerwehr zum Einsatz. Insgesamt waren rund 150 Freiwillige vor Ort. Die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes aus der Rettungswache in Himmelpforten sowie Kräfte der Stader Rotkreuz-Bereitschaft. Verletzte waren nicht zu beklagen.

Die Feuerwehrleute mussten kilometerlange Schlauchleitungen verlegen, um das Löschwasser an die entlegene Einsatzstelle transportieren zu können. Sie setzten Wasser und später Schaum ein, um die Flammen zu ersticken. Das Reetdachhaus konnten sie nicht mehr retten, nur noch die Grundmauern und der Schornstein blieben übrig. Durch ihren schnellen Einsatz konnten die Freiwilligen jedoch ein Nebengebäude beinahe unbeschadet erhalten. Gemeindebrandmeister Malte Gooßen schätzte den entstandenen Sachschaden auf mindestens 350 000 Euro.

Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist noch unklar. Ein technischer Defekt ist ebenso möglich wie Brandstiftung. Die Tatortermittler der Stader Polizeiinspektion haben die Spuren des Brandes dokumentiert. Weitergehende Erkenntnisse sind jedoch erst nach den Recherchen der Brandermittler der Polizei zu erwarten, die in den kommenden Tagen anlaufen werden. Zeugen, die Hinweise zum Brandausbruch machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 bei der Polizei zu melden.

Mitarbeiter des Netzbetreibers EWE haben in der Brandnacht die Stromleitungen zu dem Haus gekappt. Die Kreisstraße 62 (Burg) musste im Bereich Seemoor für mehrere Stunden gesperrt werden. Zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht.

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