18.07.2019, 04:17
Unfall an B 74: BMW prallt gegen Findling - Fahrer schwer verletzt

SCHWINGERBAUM. In der Nacht zu Donnerstag hat ein 29-jähriger Autofahrer bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Kreisstraße 2 / Bundesstraße 74 in Schwingerbaum schwere Verletzungen erlitten. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Das Unglück ereignete sich gegen 1.10 Uhr. Der 29-Jährige aus der Samtgemeinde Fredenbeck war mit einem silbernen BMW-Coupet der 3er-Reihe auf der Kreisstraße 2 aus Richtung Mulsum kommend gen Bundesstraße 74 unterwegs. Ungebremst überfuhr er mit hoher Geschwindigkeit an der Kreuzung zur Bundesstraße eine Verkehrsinsel und raste geradewegs über die Bundesstraße auf einen Feldweg. Dort kollidierte er frontal mit Findlingen und einem Stromverteilerkasten.

Der BMW flog drei Meter in die Luft, prallte gegen zwei Bäume und drehte sich. Der Wagen blieb schwer beschädigt auf dem Dach im Grünstreifen liegen. Die Airbags lösten aus. Der Fahrer war in dem Wrack eingeklemmt. Andere Autofahrer, die hinter dem Unfallfahrer fuhren, mussten das Unglück mit ansehen. Nur knapp verfehlte der BMW einen Sattelzug, der auf der Bundesstraße 74 in Richtung Stade unterwegs war. Der Fahrer konnte gerade noch eine Vollbremsung hinlegen und damit eine Kollision verhindern.

Fahrer ist bewusstlos 

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises alarmierte die Feuerwehren aus Schwinge, Fredenbeck und Wiepenkathen, die Einsatzleitwagen-Gruppe der Fredenbecker Samtgemeinde-Feuerwehr, einen Rettungswagen des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes und einen Notarzt vom Elbe Klinikum. Rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Der 29-Jährige war bewusstlos. Seine Füße waren in dem völlig demolierten Fahrzeugwrack eingeklemmt. In Windeseile befreiten ihn die Feuerwehrleute, damit die Notfallsanitäter und der Notarzt ihn im Rettungswagen erstversorgen konnten. Er kam zur weiteren Behandlung ins Stader Elbe Klinikum.  Nach TAGEBLATT-Informationen besteht der Verdacht, dass der Mann unter Alkohol am Steuer saß. Wäre das Coupet auf dem Stromverteilerkasten gelandet, hätten die Feuerwehrleute den Verunglückten nicht ohne Weiteres retten können. Der Kasten stand unter Hochspannung, es bestand Lebensgefahr.

Die Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle ab und leuchteten sie aus, damit die Ermittler der Stader Polizeiinspektion und des Bremervörder Polizeikommissariates die Spuren sichern und Zeugen befragen konnten. Außerdem klemmten sie die Batterie des Unfallwagens ab und nahmen auslaufende Betriebsstoffe aus. Später halfen sie den Mitarbeitern des Abschleppdienstes Gotthard aus Fredenbeck bei den Aufräumarbeiten.

B 74 für zwei Stunden gesperrt 

Die Bundesstraße 74 blieb für zwei Stunden zwischen den Abfahrten Schwingerbaum und Mulsum voll gesperrt. Feuerwehr und Polizei leiteten den Verkehr örtlich um. Zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht. Der Stromverteilerkasten wurde bei dem Unfall ebenso wie der BMW zerstört. Der Sachschaden beträgt mehrere Zentausend Euro.

Einzelne Haushalte im Bereich Schwingerbaum sind aktuell ohne Strom, der Netzbetreiber EWE will den Schaden im Laufe des Donnerstags behoben haben. Ein Mitarbeiter war bereits in der Nacht vor Ort und trennte den beschädigten Verteilerkasten vom Netz. In den vergangenen Jahren sind mindestens drei Mal Autos gegen den Verteilerkasten gefahren und haben ihn beschädigt.

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