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Sturmtief "Antonia"

Bahnverkehr eingeschränkt - S3 zwischen Stade und Buxtehude fährt stündlich

Deutschlandweit läuft der Bahnverkehr auf vielen Strecken noch nicht wieder rund. Bahnreisende müssen nach Alternativen suchen. Foto: dpa

Deutschlandweit läuft der Bahnverkehr auf vielen Strecken noch nicht wieder rund. Bahnreisende müssen nach Alternativen suchen. Foto: dpa

Drei schwere Winterstürme in Folge haben ihre Spuren auf den Bahnstrecken hinterlassen. Auch am Montagmorgen müssen Bahnreisende wegen erheblicher Sturmschäden mit Beeinträchtigungen rechnen. Die Bahn riet dazu, unter anderem Reisen von und nach Hamburg möglichst zu verschieben.

Montag, 21.02.2022, 08:24 Uhr

(letztes Update 13:50 Uhr: Aktuelle Informationen zum S-Bahn-Verkehr hinzugefügt)

Nach Angaben der Bahn waren nach den zurückliegenden Sturmtagen zwischenzeitlich insgesamt mehr als 6000 Kilometer des Streckennetzes nicht befahrbar. Rund 2000 Einsatzkräfte seien rund um die Uhr unterwegs, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und Oberleitungen zu reparieren. 

S-Bahn-Verkehr eingeschränkt

Die Eisenbahngesellschaft Metronom, die viele Regionallinien in Niedersachsen, Hamburg und Bremen betreibt, teilte mit, dass voraussichtlich bis Montagnachmittag ein Bus-Notverkehr geplant ist. Auch der S-Bahn-Verkehr in und um Hamburg läuft an vielen Stellen noch nicht wieder rund. Zwischen Stade und Buxtehude fuhr die Linie S3 am Morgen nicht, weil an den Gleisen Reparaturen durchgeführt werden müssen. Als Ersatz waren Busse unterwegs. Mittlerweile ist auf der Strecke wieder ein Gleis für die S-Bahn befahrbar, sie verkehrt stündlich zwischen Stade und Buxtehude. Die Busse sind weiterhin im Einsatz. Zwischen Buxtehude und Neugraben fährt die S3 alle 20 Minuten.

Und für die Hamburg-Pendler aus dem Landkreis Stade wurde es zur Hauptverkehrszeit am frühen Montagmorgen noch enger: Der RE5 Start Unterelbe musste den Verkehr zwischen Cuxhaven und Stade ebenfalls vorübergehend einstellen. Grund waren auch hier witterungsbedingte Störungen. Seit etwa 8 Uhr fährt der Start wieder. 

Deutschlandweit fallen Züge aus

Laut Deutscher Bahn (DB) kommt es in vielen Regionen noch zu Verspätungen und Zugausfällen. Demnach verkehren keine Fernzüge zwischen Hamburg und Rostock/Stralsund, Berlin und Rostock/Stralsund, Norddeich Mole/Emden und Köln sowie Siegen und Dortmund.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) verlangte von der Deutschen Bahn ein besseres Unwetter-Krisenmanagement. So mahnte er einen gründlicheren und früheren Grünschnitt an, um entlang der elektrifizierten Strecken Baumstürze auf Oberleitungen zu verhindern. Er werde dies noch einmal an DB-Vorstand Ronald Pofalla adressieren, kündigte er am Sonntagabend an. (dpa/mm) 

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