Erste offizielle Flüchtlinge sind im Landkreis Stade eingetroffen
Ukrainische Flüchtlinge suchen Schutz in Deutschland. Foto: dpa Foto: Soeren Stache/dpa
Die ersten Vertriebenen aus der Ukraine sind am Freitag über die Landes-Aufnahmebehörde in den Landkreis Stade vermittelt worden. „Wir heißen die Vertriebenen aus dem Kriegsgebiet willkommen“, sagte Landrat Kai Seefried.
Am Nachmittag erreichten die 20 ukrainischen Flüchtlinge das Ankunftszentrum in einer für diesen Zweck angemieteten und umgebauten Immobilie in der Breiten Straße. Dort wurden ihre Daten erfasst, anschließend wurden sie in Unterkünfte in mehreren Kommunen untergebracht. „Ich bin meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr dankbar für ihr großes Engagement bei der schnellen Einrichtung unseres lokalen Ankunftszentrums“, sagt Seefried.
So viele Flüchtlinge sind im Landkreis Stade
Seit dem Kriegsbeginn haben sich viele private Initiativen gebildet, auch um Vertriebene aus dem Grenzgebiet abzuholen. „Wir begrüßen ausdrücklich die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger mit den Zufluchtsuchenden und sind dankbar angesichts der ungebrochen großen Hilfsbereitschaft“, sagte Seefried. Wie viele Menschen aus der Ukraine bereits hier sind, ist schwer zu schätzen. Die Kreisverwaltung geht aktuell von einer niedrigen dreistelligen Anzahl aus.
Im Normalfall erfolgt die Zuweisung von Flüchtlingen über die Aufnahmebehörde. „Wenn Vertriebene zu uns kommen, muss zum Zeitpunkt ihrer Ankunft klar sein, wie und wo sie dauerhaft, verlässlich und sicher untergebracht werden können“, betont Seefried. Kommunen, Landkreis und Landesaufnahmebehörde müssen wissen, wie viele Vertriebenen vor Ort sind. Dabei geht es auch um die Anrechnung auf die Verteilungsquote. Seefried: „Das ist auch im Interesse der Menschen, die bei uns Schutz suchen, da neben der Unterbringung so auch die Begleitung der Vertriebenen und die Aufnahme von Kindern in Schulen und Kindertagesstätten besser organisiert werden kann.“ Weitere Infos im Internet.
www.landkreis-stade.de/ukraine
Blick ins lokale Ankunftszentrum des Landkreises Stade in einem ehemaligen Bankgebäude an der Breiten Straße in Stade. Foto: Landkreis Stade/Daniel Beneke