Endlich! T-Shirt-Wetter im Kreis Stade
Das Wetter ist vielerorts frühlingshaft - auf den ostfriesischen Inseln wird es allerdings nicht so warm wie auf dem niedersächsischen Festland. (Archivbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Ab Mittwoch lockert es im Kreis Stade auf – die Temperaturen werden frühlingshaft. Sie sind dem Frühling auf der Spur? Schicken Sie uns Ihre Fotos!
Landkreis. Am Mittwoch können sich die Menschen auf milde Temperaturen bei heiterem Wetter freuen. Nach anfänglicher Bewölkung lockert es auf und bleibt trocken. Es werden im Landkreis Stade Höchsttemperaturen um 14 Grad, in Hamburg 15 Grad erwartet. Auf den Inseln gibt es Höchstwerte um 9 Grad. In Mecklenburg-Vorpommern liegen die Temperaturen zwischen 11 und 14 Grad, in Vorpommern etwas niedriger.
In der Nacht zum Donnerstag ist es gering bewölkt oder klar, besonders im Osten bildet sich erneut Nebel. Die Temperaturen sinken auf etwa fünf Grad. Der Wind bleibt schwach, an den Küsten mäßig und kommt aus südlichen Richtungen.
Auch am Donnerstag erreichen die Temperaturen vielerorts zweistellige Werte - laut der Vorhersage werden im Raum Göttingen bis zu 17 Grad erwartet. Das Thermometer im Kreis Stade soll wieder auf 14 Grad klettern, in Hamburg wieder auf 15 Grad. Im Küstenbereich ist es kühler, dort sind am Nachmittag auch kurze Regenschauer wahrscheinlich. Die Höchstwerte auf den Inseln liegen am Donnerstag bei etwa 7 Grad, wie der Wetterdienst mitteilte. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der Nordsee frisch und teils böig aus Süd.
In der Nacht zum Freitag bleibt es überwiegend bewölkt mit einzelnen Schauern. Die Tiefstwerte liegen zwischen 5 und 8 Grad.
Am Freitag zieht von der Nordsee her ein Regengebiet auf, während es im Südosten zunächst noch Auflockerungen geben kann. Die Höchstwerte erreichen rund 8 Grad auf Helgoland und etwa 13 Grad in Stade, 16 Grad in Hamburg. Dazu weht ein mäßiger, an den Küsten frischer bis starker und in Böen teils stürmischer Wind.
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Wetterumschwung: Warum viele mit Beschwerden reagieren
Nach wochenlanger Kälte wird es in diesen Tagen in vielen Regionen deutlich wärmer. Doch der ersehnte Umschwung bringt nicht nur Frühlingsgefühle, sondern macht sich bei manchen auch eher unangenehm bemerkbar: Schwindel, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen können Symptome dafür sein, dass der Körper mit den veränderten Umweltbedingungen erst einmal klarkommen muss.

Des einen Freud ist des anderen Leid: Wetterfühlige können sich an diesen Krokussen in Hamburg eher nicht erfreuen. Foto: Christian Charisius/dpa
„Wetterfühligkeit gibt es wirklich, das ist kein Mythos. Das Wetter beeinflusst viele von uns, wie es uns geht, das kann auch mit wissenschaftlichen Studien belegt werden“, erklärt Katrin Graw, die sich beim Deutschen Wetterdienst mit medizinisch-meteorologischer Forschung beschäftigt, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.
Kein Mythos, sondern gut erforscht
„Die Studien haben gezeigt, dass bei bestimmten Wetterlagen bestimmte Beschwerden signifikant häufiger auftreten. Nicht nur Kopfschmerzen treten dann auf.“ Andere typische wetterbedingte Beschwerden seien
- Abgeschlagenheit
- Müdigkeit
- Unruhe
- Schlafprobleme
Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Gelenkschmerzen könnten sich bei bestimmten Wetterbedingungen verstärken.
„Wie der Mensch auf das Wetter reagiert, hängt davon ab, wie der allgemeine Gesundheitszustand in dem Moment gerade ist“, betont Graw. Wenn der Körper sowieso schon belastet sei, könne dies verstärkt zu Wetterfühligkeit führen. Ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen seien besonders betroffen, auch Frauen etwas häufiger.
In einer Befragung der Universität München und des Allensbach-Instituts zeigte sich, dass etwa jede zweite Person in Deutschland der Meinung ist, den Einfluss des Wetters auf die eigene Gesundheit zu spüren.
Wenn die Warmfront drückt
Derzeit könnte sich das etwa in Form von Schwindel zeigen: „Das aktuelle Wetter derzeit kann Beschwerden bei wetterfühligen Menschen auslösen, dadurch, dass wir im Moment eine Warmfront haben, die sich Deutschland nähert“, meint Graw.
Dabei änderten sich sehr viele Wetterfaktoren gleichzeitig: „Die Temperatur nimmt zu. Wir haben eine Änderung des Luftdrucks, weil sich das Tiefdruckgebiet nähert. Wir haben auch Änderungen des Windes, der Sonnenscheindauer und der Feuchte. Und all diese Parameter führen dazu, dass sich der Körper verstärkt anpassen muss an diese verschiedenen Änderungen. Das kann zum Beispiel bei Menschen mit niedrigem Blutdruck zu Schwindel führen oder zu Kreislaufproblemen.“
Gefahrenkarte für Wetterfühlige
Der Deutsche Wetterdienst bietet Betroffenen auf seiner Website Unterstützung: Auf Gefahrenkarten können sich Wetterfühlige tagesaktuell darüber informieren, in welchen Regionen Wetterlagen herrschen oder kommen, die für sie bestimmte Belastungen mit sich bringen können.
So kann man als wetterbedingt Betroffener von rheumatischen Beschwerden etwa nachschauen, ob in den nächsten Tagen in Norddeutschland eine dafür relevante Wetterlage aufzieht.
Ansonsten empfiehlt Expertin Graw, sich viel dem Wetter auszusetzen – also sich an der frischen Luft zu bewegen, Fahrrad zu fahren oder Wechselduschen zu nehmen. „Dadurch kann man sich anpassen an das Wetter oder auch die Regulationsfähigkeit trainieren.“

Wetterfühlige Menschen haben nicht nur mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
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