Zähl Pixel
Niedersachsen

Weniger Corona-Demos im März in Niedersachsen

Demonstranten gehen mit einem Banner mit der Aufschrift "Impfzwang nein!". Foto: Felix Hörhager/dpa

Demonstranten gehen mit einem Banner mit der Aufschrift "Impfzwang nein!". Foto: Felix Hörhager/dpa

Demonstrationen gegen die Corona-Politik gehören in vielen Städten Niedersachsens zum Alltag in der Pandemie. Für die Polizei fallen mittlerweile deutlich weniger Einsatzstunden im Zusammenhang mit Corona-Demos an.

Sonntag, 03.04.2022, 23:14 Uhr

Niedersachsens Polizei hat im März deutlich weniger Demos gegen die Corona-Schutzmaßnahmen registriert als noch zu Jahresbeginn. Bei mehr als 500 Versammlungen im März wurden rund 30 200 Teilnehmer gezählt, wie das Innenministerium in Hannover auf Anfrage mitteilte. Einen Monat zuvor waren es den Angaben zufolge noch 52 400 Demonstrierende bei 773 Versammlungen, im Januar noch rund 90 000 Teilnehmer bei knapp 1200 Versammlungen.

31 Strafverfahren im März eingeleitet

Im März wurden laut Ministerium 31 Strafverfahren sowie 252 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Von den rund 8800 eingesetzten Polizeikräften wurde keiner verletzt, es gab allerdings zwei Angriffe gegen Beamte. Im Februar wurden noch 19 Angriffe gegen Polizisten gezählt, im Januar waren es 95. Im Januar wurden dabei 29 Einsatzkräfte verletzt, im Februar keiner.

Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte der dpa: „Viele der Corona-kritischen Versammlungen werden weiterhin bewusst nicht angemeldet, was die Polizei im Einzelfall durchaus nach wie vor herausfordern kann.“ Er rechnet damit, dass sich der Trend mit weniger Corona-Demos weiter fortsetzen wird.

Polizei wird entlastet

Mit der zurückgehenden Zahl der Demos werde die Polizei ein Stück weit entlastet. „Dafür ist sie in anderen Bereichen, beispielsweise in Amtshilfe im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, stärker gefordert.“

Für März schätzt das Innenministerium die Kosten anhand von knapp 30 000 Einsatzstunden auf 2,1 Millionen Euro. Im Februar lag diese Summe noch etwa doppelt und im Januar etwa mehr als dreimal so hoch. Mögliche Kosten, die aus Schäden an Geräten oder der medizinischen Behandlung verletzter Polizisten folgen, sind darin noch nicht berücksichtigt. (dpa)

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Regen in Niedersachsen und Bremen: Temperaturen bis 20 Grad

Das Wochenende startet am Samstag in Niedersachsen und Bremen mit herbstlichem Wetter. Tagsüber erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) viele Wolken und anhaltender Regen. Im Süden von Niedersachsen kommt zeitweise in Regenpausen die Sonne raus. Für die Küstenregionen (...).

Zahl gesprengter Geldautomaten geht deutlich zurück

Noch immer werden in Niedersachsen regelmäßig Geldautomaten gesprengt - allerdings mit sinkender Tendenz im Vergleich zu früheren Jahren. Bei den Taten besteht wegen einer veränderten Vorgehensweise oftmals eine größere Gefahr.