32-Jähriger lässt Hose am Straßenrand herunter – mehrfach
Ein 32-jähriger Mann wurde am Donnerstag in Tostedt in Gewahrsam genommen (Symbolbild). Foto: Andreas Arnold/dpa
Es muss ein verstörender Anblick gewesen sein: Der Exhibitionist zeigt seinen Penis - und fürchtet offenbar auch die Polizei nicht.
Tostedt. Erneut hat ein Exhibitionist im Landkreis Harburg für Anrufe bei der Polizei gesorgt. Am frühen Donnerstagnachmittag meldete eine Frau in Tostedt einen Mann mit heruntergelassener Hose, in aller Öffentlichkeit direkt am Straßenrand in der Bahnhofsstraße.
Der Mann habe „sein Geschlechtsteil präsentiert“, schreibt die Polizei einer Mitteilung. Eine erste Fahndung blieb gegen 14.30 Uhr ohne Erfolg.
32-Jähriger entblößt erneut Penis
Doch der Mann war in seiner sexuellen Neigung offenbar noch nicht befriedigt. Zwei Stunden später spielte der Exhibitionist in der Poststraße an seinem entblößten Penis herum.
Diese Mal konnte eine Streifenwagenbesatzung den 32-Jährigen gegen 16.50 Uhr vor Ort aufgreifen. Der Mann ließ sich den Angaben zufolge ohne Widerstand in Gewahrsam nehmen. „Es wurde ein Strafverfahren wegen exhibitionistischer Handlungen eingeleitet“, sagt Polizeisprecher Jan Krüger.
Im Kreis Harburg verbreitete bereits Anfang März ein Exhibitionist am Seevetaler See Angst und Schrecken. Eine 68 Jahre alte Frau wurde in der Dämmerung von einem nackten Mann überrascht. Dieser verschwand anschließend und sollte laut der Zeugin 60 bis 70 Jahre alt gewesen sein.
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Exhibitionisten: So verhält man sich richtig
Laut Polizei wollen die Exhibitionisten sich zeigen und/oder ihre Opfer erschrecken. „Grundsätzlich suchen sie keinen direkten sexuellen oder körperlichen Kontakt zu ihren Opfern“, heißt es von der Polizeiprävention.
Das rät die Polizei:
- Zeigen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten keine Reaktion oder erschrecken Sie.
- Ignorieren Sie den Exhibitionisten, gehen Sie weiter, aber prägen Sie sich sein Aussehen oder Merkmale gut ein.
- Melden Sie Ihre Beobachtungen so schnell wie möglich der Polizei und teilen Sie die Beschreibung mit.
- Sie entscheiden, ob Sie einen Strafantrag stellen wollen. Wichtig: schnelle Meldung und genaue Beschreibung, damit eine Identifizierung schnell erfolgen kann und gegebenenfalls Straftaten verhindert werden können. (pm/set/tip)
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