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Brand in Hemmoor: Aufmerksame Nachbarn retten Ehepaar

In der Nacht zu Sonntag kam es in Hemmoor zu einem Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften.

In der Nacht zu Sonntag kam es in Hemmoor zu einem Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften. Foto: Jürgen Lange

Mit Feuerlöschern und viel Mut verhinderten zwei Nachbarn in Hemmoor (Kreis Cuxhaven) Schlimmeres: In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag geriet ein Holzhaufen an einem Wohnhaus in Brand.

Von Jürgen Lange Montag, 16.02.2026, 08:34 Uhr

Hemmoor. In der Nacht von Sonnabend (14. Februar 2026) auf Sonntag (15. Februar 2026) bemerkten zwei Bewohner des Ginsterwegs im Hemmoorer Stadtteil Warstade gegen 0.20 Uhr ein lautes Knistern aus einem Nachbarhaus. Als sie der Ursache nachgingen, entdeckten sie ein Feuer direkt an einem Holzhaus, in dem zwei Personen schliefen.

Sofort griffen die Nachbarn zu Feuerlöschern und leiteten erste Löschmaßnahmen ein. Gleichzeitig alarmierten sie die Rettungskräfte. Einer der beiden klingelte an der Haustür und brachte das ältere Ehepaar rechtzeitig aus dem Gebäude. Die Bewohner wurden anschließend von der eingetroffenen Rettungswagenbesatzung versorgt.

Schnelles Eingreifen rettet Bewohner

Dank des schnellen Eingreifens konnte ein Übergreifen der Flammen zunächst eingedämmt werden. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren brannte aus bislang ungeklärter Ursache ein großer Kaminholzhaufen unmittelbar an der mit dem Wohnhaus verbundenen Garage. Das Feuer hatte bereits auf die Holzverkleidung übergegriffen.

Mehrere Trupps unter Atemschutz begannen umgehend mit den Löscharbeiten unter Einsatz von Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen. Parallel wurden Schlauchleitungen von einem nahegelegenen Hydranten verlegt. Da es sich um ein Holzhaus handelte, wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert.

Einsatzkräfte brachten den brennenden Holzhaufen in sicherem Abstand zum Gebäude und löschten ihn ab.

Einsatzkräfte brachten den brennenden Holzhaufen in sicherem Abstand zum Gebäude und löschten ihn ab. Foto: Jürgen Lange

Der brennende Holzhaufen wurde vom Gebäude entfernt und auf eine Wiese verbracht. Mithilfe einer Motorsäge öffneten Einsatzkräfte Teile des Holzverschlags sowie der Garagenverkleidung, um mögliche Glutnester hinter der Fassade zu kontrollieren. Eine Wärmebildkamera überprüfte zusätzlich die Temperaturentwicklung.

Ersthelfer mit leichten Verletzungen im Krankenhaus

Die Hausbewohner kamen mit dem Schrecken davon und konnten nach kurzer Zeit an der Einsatzstelle bleiben. Wegen der Minustemperaturen und ihrer leichten Bekleidung nahmen Nachbarn sie vorübergehend in ihrer Wohnung auf. Die beiden Ersthelfer erlitten durch eingeatmeten Rauch leichte Verletzungen und wurden vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Teile der Fassade wurden geöffnet, um eine mögliche Ausbreitung des Feuers zu kontrollieren. Es entstand Sachschaden in bislang unbekannter Höhe.

Teile der Fassade wurden geöffnet, um eine mögliche Ausbreitung des Feuers zu kontrollieren. Es entstand Sachschaden in bislang unbekannter Höhe. Foto: Jürgen Lange

Am Kaminholz und am Gebäude entstand Sachschaden in bislang unbekannter Höhe. Gegen 1.45 Uhr war das Feuer gelöscht, anschließend übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle zur Klärung der Brandursache an die Polizei. Um 2.30 Uhr beendeten die Einsatzkräfte ihren Einsatz, nachdem die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht worden waren.

Rund 80 Einsatzkräfte vor Ort

Rund 80 Kräfte der Feuerwehren Warstade, Heeßel, Westersode und Wingst waren im Einsatz, ebenso Abschnittsleiter Meik Kramer, Gemeindebrandmeister Björn Müller sowie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Land Hadeln, Thomas Schmidtke. Hinzu kamen ein Rettungswagen aus Hemmoor, ein Notarzt aus Cadenberge, ein weiterer Rettungswagen der DRK-Bereitschaft Land Hadeln sowie die Polizei Hemmoor.

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