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Schnee und Glätte halten Polizei auf Trab: 18 Unfälle, 3 Verletzte

Die Polizei im Landkreis musste wegen zahlreicher Unfälle ausrücken (Symbolbild)

Die Polizei im Landkreis musste wegen zahlreicher Unfälle ausrücken (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

18 Unfälle zählte die Polizei im Landkreis Stade zwischen gestern Abend und heute Morgen. Und gibt Tipps, worauf Autofahrer achten sollten.

Von Redaktion Samstag, 14.02.2026, 13:31 Uhr

Landkreis. Der Winter hat den Landkreis weiter im Griff. Auch auf den Straßen macht sich das bemerkbar. 18 witterungsbedingte Unfälle hat die Polizei von Freitagabend, 13. Februar, gegen 17:20 Uhr bis Sonnabendmorgen, 14. Februar, 9 :00 Uhr aufgenommen. Drei Autofahrer seien dabei leicht verletzt worden – „zum Glück“, wie Polizeisprecher Rainer Bohmbach sagt. Insgesamt schätzt die Polizei den entstanden Sachschaden auf etwa 100.000 Euro.

Zahlreiche Unfälle am frühen Abend

Gegen 17:20 Uhr sei laut Polizeibericht ein 48-jähriger Fahrer aus Cuxhaven auf der Bundesstraße 73 in Himmelpforten ins Schleudern geraten und gegen die Leitplanke geprallt sein. Sein Jaguar sei mit Sommerreifen bestückt gewesen.

Kurz darauf sei eine 19-Jährige aus Farven gegen 17:30 Uhr auf der B74 in Heinbockel in Richtung Bremervörde unterwegs gewesen. Nach einer Kurve habe sie zum Überholen ausgeschert, sei ins Rutschen gekommen und habe das Auto eines 54-jährigen Fahrers aus Bremervörde touchiert.

Um 18:30 Uhr sei ein 51-Jähriger aus Hemmoor in Himmelpforten auf der B73 ins Schleudern geraten und gegen die Leitplanke geprallt.

Zur gleichen Zeit sei ein 18-jähriger Fahrer aus Jork auf der Beckdorfer Straße in Apensen in den Gegenverkehr geraten. Er habe die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und mit einem 40-jährigen Autofahrer aus Kirchlinteln zusammengeprallt. Der 18-Jährige wurde dabei laut Polizei-Information leicht verletzt.

Um 19:30 Uhr habe sich ein Unfall in Buxtehude auf der B73 ereignet: Ein 35-jähriger Nissan-Fahrer aus Moisburg habe nach links in die Straße „Inne Beek“ abbiegen wollen. Aufgrund der Glätte drehten seine Reifen durch, sodass er nicht von der Stelle gekommen sei. Ein 35-jähriger LKW-Fahrer aus Norderstedt, der auf der Bundesstraße in Richtung Buxtehude unterwegs gewesen sei, habe nicht mehr rechtzeitig stoppen können und sei in das Auto geprallt. Der Pkw sei durch die Wucht des Aufpralls in einen in der Straße „Inne Beek“ wartenden VW-Touran eines 19-jährigen Fahrers aus Buxtehude. Alle drei Fahrzeuge wurden beschädigt, verletzt wurde niemand.

Nur fünf Minuten später habe es einen Unfall auf der B73 in Burweg gegene: Laut Polizeibericht sei ein 45-jähriger Mann aus Cadenberge nach einem Überholvorgang ins Schleudern gekommen. Zunächst sei er in einen entgegenkommenden PKW und dann gegen die Leitplanke gekracht.

Unfallflucht nach Zusammenstoß mit Radfahrer

Zur selben Zeit habe eine 47-Jährige aus Jork in der Straße Westmoor in Buxtehude die Kontrolle über ihr Auto verloren. Sie sei über eine Verkehrsinsel gerutscht und habe einen dort stehenden 43-jährigen Radfahrer aus Buxtehude verletzt. Dieser wurde dabei leicht verletzt. Die Unfallverursacherin habe ihre Personalien bekannt gegeben, sie sei dann aber weggefahren, bevor die Polizei eintraf. Die Polizisten nahmen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung, Alkohol am Steuer, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Unfallflucht auf.

Um 20 Uhr sei ein 44-jähriger Opelfahrer aus Stade auf der Landesstraße 124 im Bereich Helmste ins Schleudern geraten und im Straßengraben gelandet.

Gegen 20:20 Uhr sei ein 46-jähriger Otterndorfer mit seinem Citroen auf der Autobahn 26 im Bereich Buxtehude ins Schleudern geraten und habe die Leitplanke touchiert.

Nur fünf Minuten später habe es auf der Straße Hohenfelde in Mittelnkirchen gekracht: Ein 30-jähriger Fahrer eines 3er BMW musste auf dem Weg Richtung Ort bremsen. Dabei sei er ins Rutschen geraten und auf die Gegenfahrbahn gekommen. Hier sei er mit Auto eines 36-jährigen Staders zusammengestoßen. Dieser wurde dabei leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Um 20:35 Uhr sei ein Fahrer eines 1er-BMW in Apensen in der Buxtehuder Straße aus einem Kreisel gerutscht und gegen eine Laterne gefahren.

Um 21:25 Uhr sei ein 22-jähriger Fahrer aus Bargstedt ins Schleudern geraten. Er sei auf der Horneburger Straße in Horneburg in Richtung Harsefeld unterwegs gewesen und habe bremsen müssen. Dadurch sei er in den Gegenverkehr geraten, wo er mit einem 30-Jährigen aus Brest zusammenstieß.

Zwei Fahrten enden im Graben

Gegen 21:55 Uhr sei ein 35-Jähriger aus Apensen in Buxtehude in den Graben gerutscht. Er sei auf der Kreisstraße 40 in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen.

Zur selben Zeit sei die Fahrt eines 23-Jährigen ebenfalls im Graben geendet. Der Buxtehuder seit ebenfalls auf der Kreisstraße 40 unterwegs gewesen und in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen.

Um 22:40 Uhr habe es einen 21-jährigen Wischhafener getroffen: Er sei in der Harburger Straße in Stade auf einen vor ihm bremsenden Mercedes eines 35-jährigen Fahrers aus Stade aufgefahren. Ein weiterer Fahrer hätte nicht mehr rechtzeitig bremsen können und sei ihm draufgefahren. Der Wischhafener sei zunächst geflüchtet. Die Polizisten hätten ihn jedoch finden können. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2,8 Promille. Er musste sich einer Blutprobe unterziehen. Außerdem wurde sein Führerschein sichergestellt. Er muss sich jetzt einem Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht stellen.

Um 23:45 Uhr sei ein 29-jähriger Fahrer aus Bliedersdorf auf der Klaus-Groth-Straße in Stade ins Rutschen gekommen und mit einem dort am Straßenrand geparkten Auto zusammengestoßen.

Ein Unfall in der Nacht

Auch in der Nacht gab es einen Unfall: Um 01:35 Uhr sei ein 24-jähriger Audi A4-Fahrer aus Buxtehude im Stieglitzweg nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und dabei mit einem Verkehrszeichen kollidiert.

Gegen 08:45 Uhr ereignete sich der zunächst letzte Unfall: Ein 29-jähriger Fahrer aus Hamburg sei auf der Straße Westfeld in Jork trotz langsamer Fahrweise in einer scharfen Kurve auf vereister Fahrbahn ins Schleudern geraten und in ein parkendes Auto gefahren.

Tipps vom Polizeisprecher

Die hohe Zahl der Unfälle zeige, dass viele Autofahrerinnen und Autofahrer die Gefahren durch Schnee- und Eisglätte nicht richtig einschätzten, erklärt Polizeisprecher Bohmbach in seiner Mitteilung. Diese Tipps möchte er Autofahrern mitgeben:

  • Geschwindigkeit reduzieren
  • Mehr Abstand halten
  • Mit Fehlern von anderen rechnen
  • Mehr Zeit einplanen und rechtzeitig losfahren
  • Fahrten, wenn möglich, verschieben

(pm/dh)

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U
Ulla Bowe
14.02.202617:03 Uhr

Weil ja sonst immer auf die älteren Fahrer:innen "draufgehauen" wird ( wegen angeblicher altersbedingt kollektiver Fahruntüchtigkeit):
Man beachte in diesem Artikel einmal das Alter der beteiligten Verursacher:innen.
Michael Bowe

J
Jörg Spreckels
14.02.202616:30 Uhr

In diesem Zusammenhang, ein Dank an den nicht vorhandenen Winterdienst, es war Sauglatt und vom Winterdienst selbst mit einem Fernglas NICHTS zu sehen!

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