Körperverletzung in S3: Frau reißt an den Haaren
Bundespolizisten stehen am Hamburger Hauptbahnhof an einem Bahnsteig (Archivbild). Foto: Sven Hoppe/dpa
Während der Fahrt in Richtung Harburg geht in der S3 eine Frau auf eine andere Bahnreisende los.
Hamburg. Bereits am Dienstagnachmittag (15. September) soll es in einer fahrenden S-Bahn der Linie S3 zwischen den Elbbrücken und Hammerbrook zu einer Körperverletzung gekommen sein. Das teilt Woldemar Lieder, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hamburg, mit.
Frau packt Zopf der Reisenden
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll gegen 16.35 Uhr eine 57-jährige Frau eine andere Frau unvermittelt an ihrem Zopf gezogen haben. Zwei aufmerksame Bahnreisende beobachteten den Vorfall und alarmierten die Polizei über den Notruf.
Als die Polizei die S3 im S-Bahnhof Hammerbrook anhielt, gab auch die 50-jährige Geschädigte gegenüber den Beamten an, in der S-Bahn von einer Frau im Vorbeigehen an den Haaren gezogen worden zu sein.
Mutmaßliche Täterin wird in Gewahrsam genommen
„Die Geschädigte erlitt durch die Handlung keine sichtbare Verletzung und lehnte eine Behandlung durch den Rettungsdienst ab“, berichtet der Sprecher der Hamburger Bundespolizei. Allerdings stellte die 50-Jährige einen Strafantrag wegen Körperverletzung gegen die 57-jährige Frau.
Die Tatverdächtige wurde von den Bundespolizisten noch in der S-Bahn festgenommen. Sie stritt jedoch die ihr vorgeworfene Tat ab. Nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen sollte sie mit einem Platzverweis für die S-Bahn sowie den S-Bahnhof Hammerbrook entlassen werden. „Da sie sich weigerte, den Bereich zu verlassen, musste sie in Gewahrsam genommen und dem Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof zugeführt werden“, sagt Lieder.
Frau war stark alkoholisiert
Der Atemalkoholtest der Beschuldigten ergab einen Promillewert von 2,26. Ein angeforderter Amtsarzt bestätigte ihre Gewahrsamsfähigkeit. „Nach ausreichender Beruhigung und Ausnüchterung wurde sie gegen 20.05 Uhr aus dem Gewahrsam entlassen“, heißt es in der Polizeimeldung.
Gegen die Beschuldigte wurde ein Strafverfahren wegen des Straftatverdachts „Körperverletzung“ eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden durch den Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt. (set)
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