A1-Süderelbbrücke: Fahrstreifen gesperrt – Bauarbeiten auf A7
Auf der Süderelbbrücke in Hamburg werden Fahrstreifen gesperrt. Foto: Christian Charisius/dpa
In Hamburg wird an der Süderelbbrücke gearbeitet. Dafür wird die A1 zwischen Stillhorn und Harburg drei Nächte in Folge gesperrt. Für die A7 ist zudem eine 37-Stunden-Sperrung angekündigt.
Harburg. Bei der Sperrung handelt es sich nach Angaben der Autobahn GmbH um eine Sofortmaßnahme.
Drei Nächte in Folge, von Montag bis Mittwoch, 4. bis 6. Mai, wird die Fahrbahn in Richtung Süd/Bremen jeweils in der Zeit von 22 bis 5 Uhr zwischen den A1-Anschlussstellen HH-Stillhorn und HH-Harburg gesperrt.
Ab Donnerstag, 7. Mai, 5 Uhr, soll der Verkehr zwischen den beiden Anschlussstellen dann auf drei verengten Fahrstreifen geführt werden. Die Autobahn fordert die Verkehrsteilnehmer dazu auf, den Bereich unter Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung mit besonderer Vorsicht zu durchfahren.
Verkehr über B75 umgeleitet
Bei Bedarf führt die ausgeschilderte Umleitung U76 ab Stillhorn über Kornweide, B75 (Richtung Süden), Anschlussstelle HH-Neuland/ Hafen Harburg, Fünfhausener Landweg bis zur A1-Anschlussstelle Harburg.
Für Großraum- und Schwertransporte (GST) ist während der Sperrungen eine Wartezone eingerichtet. Von dort erfolgt eine Begleitung durch die Arbeitsstelle.
Planfeststellungsbeschluss verzögert sich
Die beiden Autobahnbrücken über die Süderelbe sind wie die Brücken der A1 über die Norderelbe so marode, dass sie durch Neubauten ersetzt werden müssen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen befindet sich die Süderelbbrücke in Fahrtrichtung Norden in einem ausreichenden Zustand (Note 2,5) in Richtung Süden in einem nicht ausreichenden Zustand (Note 3,0).
Anfang des Jahres hatte die Bundesprojektgesellschaft Deges mitgeteilt, der Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Süderelbbrücke werde bis zum Ende des ersten Quartals erwartet. Nun soll der Beschluss im vierten Quartal kommen, was eine Verzögerung um mindestens ein halbes Jahr bedeutet. Ursprünglich hatten die Arbeiten für den Neubau bereits in diesem Sommer beginnen sollen.
Süderelbbrücke durch Lastwagen-Umleitung belastet
Seit März vergangenen Jahres rollt deutlich mehr Schwerlastverkehr über die Süderelbbrücke. Der Grund dafür ist eine Verkehrseinschränkung an der Norderelbbrücke. Lastwagen, die aus der Hamburger Innenstadt oder dem Hafen über die A255 (Abzweig Veddel) kommen, dürfen am Dreieck Norderelbe nicht mehr direkt in Richtung Berlin/Lübeck abbiegen. Sie müssen zunächst in Richtung Bremen fahren und können erst an der Anschlussstelle Hamburg-Harburg südlich der Süderelbe „wenden“.
37-Stunden-Sperrung der A7
Am Lärmschutztunnel Altona wird am Sonnabend und Sonntag (9./10. Mai) gearbeitet. In der Zeit von Samstagfrüh, 5 Uhr, bis Sonntagabend, 19 Uhr, wird deshalb die Richtungsfahrbahn Süd (Richtung Hannover) zwischen den A7-Anschlussstellen Stellingen und Heimfeld gesperrt. Das teilt die Autobahn GmbH mit.
Umleitung über Autobahn oder Innenstadt
Folgende Strecken empfiehlt die Autobahn GmbH zum Ausweichen:
- A7 Flensburg Richtung Hannover: Ab der Anschlussstelle Neumünster-Süd wird eine großräumige Umfahrung über die B205, A21 und A21 ausgewiesen.
In der Hamburger Innenstadt gibt es mehrere Möglichkeiten, die Sperrung zu umgehen:
- Ab der Anschlusstelle HH-Schnelsen-Nord, über die Flughafenumgehung B432, B433 und die Alsterkrugchaussee.
- Ab den Anschlusstellen HH-Schnelsen oder HH-Stellingen der Beschilderung Richtung „Elbbrücken“ folgen.
Hinweis für Großraum- und Schwertransporte (GST)
Für Großraum- und Schwerlasttransporte (GST) ist keine Durchfahrt in Richtung Süden möglich. Die Autobahn GmbH empfiehlt deshalb, die letzten Park- und Rastanlagen zu nutzen. Das sind die Rastplätze Aalbek, Holmmboor oder Bönningstedt (A7) oder die Parkplätze Steinburg sowie Rantzau (A23).
Darum wird die A7 gesperrt
Für den Lärmschutztunnel Altona erfolgt unter anderem die Betonage eines Tunnelblocks. Vorbereitend für die Inbetriebnahme der Weströhre werden die Verkehrszeichenbrücken ausgestattet und verkabelt.
Zeitgleich wurden für die K20 Hochstraße Elbmarsch, die Erweiterung der Fahrbahn Richtung Süden, Bauarbeiten angemeldet: Während der Sperrung wird die Verkehrsführung der Ausfahrt HH-Waltershof angepasst.
Damit nicht genug: Die Autobahnmeisterei Othmarschen und die Tunnelbetriebszentrale führen während der Sperrung Sanierungs- und Wartungsarbeiten durch. (set, mit dpa)
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