Abrupter Anstieg: So teuer ist jetzt der Personalausweis
Wer 24 Jahre und älter ist, muss jetzt 9 Euro mehr für einen Personalausweis zahlen. Foto: Marijan Murat/dpa
Gleich mehrere Euro mehr - muss das sein? Das Bundesinnenministerium sagt ja und nennt neue Preise.
Landkreis. Wer einen neuen Personalausweis braucht, muss dafür seit diesem Montag mehr bezahlen. Wer 24 Jahre und älter ist, muss statt bislang 37 nun 46 Euro bezahlen. Wer zum Zeitpunkt der Antragstellung jünger ist, muss statt 22,80 künftig 27,60 Euro berappen.
Das sieht eine Verordnung des Bundesinnenministeriums vor. Begründet wird dies durch gestiegene Herstellungs- und Personalkosten.
Städtetag für höhere Pass-Gebühren
Laut Deutschem Städtetag habe die Bundesdruckerei zudem angekündigt, die Kosten für Reisepässe um fast fünf Euro je Exemplar erhöhen zu wollen. Die Rechnung geht an die Kommunen, die die Kosten aber laut Städtetag nicht an Bürger weiterreichen dürfen. Auch die Kosten für Dokumente in den Ausländerämtern seien schon um fast fünf Euro gestiegen.
Der Bund müsse die Gebühren für Antragsteller erhöhen, damit die Kommunen nicht auf den steigenden Ausgaben sitzenblieben, verlangt Schuchardt. „Denn schon jetzt ist die Kalkulation für Beantragung, Beratung und Ausgaben in den Bürgerämtern auf Kante genäht und die Städte zahlen durch höhere Kosten bei Personal und Energie meist jetzt schon drauf.“
Briefträger bringen auch neue Ausweise
Weitere Kosten können entstehen, sollte man sich einen neuen Ausweis zuschicken lassen statt die Dokumente im Amt abzuholen. Der Bonner Mutterkonzern DHL Group hatte im vergangenen Jahr den Versand über die Deutsche Post angekündigt.
Verschickt werden nach Unternehmensangaben Personalausweise, Reisepässe, elektronische Aufenthaltstitel und eID-Karten, die von der Bundesdruckerei kommen. Für Führerscheine gelte die Option des Direktversandes nach Hause nicht.
Die Gebühren für den Direktversand sind auf 15 Euro festgelegt worden. Dabei handelt es sich um Zusatzgebühren, die neben den üblichen Kosten anfallen. Wer sich sein Dokument per Post nach Hause schicken lassen möchte, zahle den Betrag direkt bei der Antragstellung in der Behörde, erklärte DHL.
Die Entwertung des alten Ausweisdokuments erfolge stets zum Zeitpunkt der Beantragung in der Pass- und Ausweisbehörde vor Ort, unabhängig von einer etwaigen Restgültigkeit. Der Bürger könne das entwertete Ausweisdokument wie gewohnt als Andenken behalten, erklärte das Ministerium. (tip)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.