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Arbeitsmarkt im Nordwesten stabiler - Angebote für Geflüchtete

Bunte Aufsteller mit den Aufschriften "Arbeit und Beruf" sowie "International" und "Bewerbung" stehen im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit. Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen, Hamburg und Bremen ist im März wieder gesunken. Foto: Jonas Walzberg/dpa

Bunte Aufsteller mit den Aufschriften "Arbeit und Beruf" sowie "International" und "Bewerbung" stehen im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit. Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen, Hamburg und Bremen ist im März wieder gesunken. Foto: Jonas Walzberg/dpa

Dass die Beschäftigung nach dem Winter insgesamt wieder zunimmt, ist ein normaler Effekt. Trotz aller Krisen fasst der Arbeitsmarkt auch dank einer stabilen Konjunktur Tritt. Noch - denn der Ukraine-Krieg bringt neue Unsicherheit, mit Risiken wie Chancen gleichermaßen.

Donnerstag, 31.03.2022, 17:30 Uhr

Die Arbeitslosigkeit im Nordwesten hat sich im März weiter verringert. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag berichtete, wurden in Niedersachsen zuletzt knapp 223 000 Menschen ohne Job registriert - 2,7 Prozent weniger als im Vormonat. Die Quote nahm um 0,1 Punkte auf 5,1 Prozent ab. Damit stabilisierte sich die Gesamtlage auf dem Arbeitsmarkt. Nachdem zu Beginn des Winters saisontypisch noch mehr Arbeitnehmer in Außenberufen wie der Land- und Bauwirtschaft ohne Beschäftigung gewesen waren, hatte schon im Februar eine leichte Entspannung eingesetzt. In Bremen war die Entwicklung ähnlich.

Hinzu kommt neben der üblichen Belebung im Frühjahr, dass viele Industrie- und Dienstleistungsunternehmen die Folgen der Pandemie inzwischen besser im Griff haben. „Der Arbeitsmarkt hat sich von der Corona-Krise weitgehend erholt“, erklärte BA-Regionalchef Johannes Pfeiffer. Die Zahl der Arbeitslosen lag in den niedersächsischen Kommunen um 14,7 Prozent unter dem Wert vom März 2021.

Gleichzeitig halten allerdings Schwierigkeiten in den Lieferketten an. Und viele Betriebe suchen händeringend neues Personal. Laut Pfeiffer gibt es in Niedersachsen derzeit ein Drittel mehr offene Stellen als vor einem Jahr. Dies könne auch Geflüchteten aus der Ukraine Chancen bieten: „Sie erhalten auch eine Arbeitserlaubnis, dürfen also arbeiten, müssen aber nicht.“ Noch seien jedoch etliche Fragen zu klären, etwa die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie der Ausbau von Angeboten für Sprachkurse und die Kinderbetreuung. Es werde einige Zeit dauern, bis solche Punkte geregelt seien, hieß es. „Ist dies geklärt, helfen wir bei der Vermittlung freier Stellen.“

Arbeitslosenzahl in Hamburg sinkt

Auch in Hamburg ist die Arbeitslosigkeit im März gesunken. Insgesamt waren 71 989 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 1148 oder 1,6 Prozent weniger als im Februar, wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Damit setzt sich der der seit Februar 2021 fast ununterbrochene Trend fort. Damals hatte die Arbeitslosigkeit coronabedingt mit fast 87 000 Menschen ohne Job ihren Spitzenwert erreicht und sank seither - bis auf Januar - jeden Monat.

Im Vergleich zum März 2021 sank die Zahl der Arbeitslosen um 16,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im März bei 6,7 Prozent, nach 6,8 Prozent im Februar. Ein Jahr zuvor hatte der Wert, der den Anteil der registrierten Arbeitslosen an allen Erwerbspersonen angibt, bei 8 Prozent gelegen.

Bessere Zahlen auch in Bremen

Auch für das kleinste Bundesland Bremen meldete die Behörde wieder etwas bessere Daten. Hier nahm die Zahl der Arbeitslosen verglichen mit dem Februar um 2,1 Prozent auf rund 36 700 ab. Ihr Anteil an allen Erwerbspersonen sank von 10,2 auf 10,0 Prozent. Der Rückgang fiel bezogen auf den Vorjahresmonat mit minus 11,8 Prozent nicht ganz so deutlich aus wie in Niedersachsen. Dagegen wuchs die Summe der unbesetzten Stellen in Bremen sogar um gut die Hälfte. In vielen Berufen herrscht erheblicher Fachkräftemangel. Dieser ist - neben der steigenden Inflation und kriegsbedingten Konjunktursorgen - aktuell ein zentrales Problem. (dpa)

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