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Automobilindustrie

Bericht: VW will Seat-SUV Tarraco auslaufen lassen

Das Markenhochhaus von Volkswagen auf dem Gelände des Autokonzerns in Wolfsburg.

Das Markenhochhaus von Volkswagen auf dem Gelände des Autokonzerns in Wolfsburg.

Die spanische VW-Tochter Seat will einem Medienbericht zufolge ihr Kompakt-SUV Tarraco auslaufen lassen. Grund sei die sinkende Nachfrage und der bevorstehende Modellwechsel beim VW-Schwestermodell Tiguan, berichtet das Branchenblatt „Automobilwoche” (Montag) unter Berufung auf Konzernkreise.

Montag, 02.10.2023, 12:25 Uhr

Anders als beim VW-Schwestermodell, von dem noch in diesem Jahr die dritte Generation anlaufen soll, sei vom Tarraco kein neues Modell geplant. Seat lässt den kompakten Stadtgeländewagen bisher zusammen mit dem Tiguan im VW-Stammwerk in Wolfsburg bauen.

Eine Seat-Sprecherin ließ auf Anfrage offen, ob und wann es einen Nachfolger für das seit 2018 gebaute Modell geben könnte.

VW-Markenchef Thomas Schäfer, der zugleich Aufsichtsratschef bei Seat ist, hatte zuvor angekündigt, dass sich die Modelle der einzelnen Konzernmarken künftig stärker voneinander abgrenzen sollen und nicht mehr jede Marke jedes Segment bedienen müsse. Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr nur 12.453 Tarraco hergestellt, im Jahr zuvor waren es 22.437 gewesen. Das VW-Schwestermodell Tiguan ist dagegen seit Jahren das meistverkaufte Modell des Konzerns.

Seit dem Start der ersten Tiguan-Generation 2007 wurden nach Konzernangaben weltweit mehr als 7,5 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, davon 458.000 im vergangenen Jahr. Mitte September hatte VW bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg die dritte Generation des Verbrenner-Modells vorgestellt. Die Produktion in Wolfsburg soll im Herbst anlaufen, der Verkauf Anfang 2024 starten. Anders als der Tarraco wird der Tiguan zusätzlich auch in China und Mexiko gebaut.

Bericht der Automobilwoche

© dpa-infocom, dpa:231002-99-412704/3

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